Scheu überwinden und mit Herzmassage beginnen

Die Herzmassage ist das Wichtigste
Die Herzmassage ist das Wichtigste
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Das Thema ist überhaupt nicht neu – und gerade deshalb schreiben wir darüber. Denn heute startet die „Woche der Wiederbelebung“, in der es auch in Hagen verschiedene Aktionen gibt.

Hagen.. Das Thema ist überhaupt nicht neu – und gerade deshalb schreiben wir darüber. Denn heute startet die „Woche der Wiederbelebung“, in der es auch in Hagen verschiedene Aktionen gibt. Und obwohl es Aufklärungskampagnen schon lange gibt, scheuen sich im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland noch zu viele Bürger mit der Herzmassage zu beginnen, wenn ein Mensch einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hat.

Dr. Dirk Breukelmann, Chefarzt am Allgemeinen Krankenhaus, weiß, dass es in Hagen nicht viel besser ist. Aber er will den Zustand mit seinen Mitstreiter aus der Arbeitsgruppe „Leben Retten" am AKH verbessern. Als Fachmann weiß er ganz genau, dass man nicht auf Notarzt und Rettungswagen warten darf, dass sofortige Wiederbelebungsversuche notwendig sind. Ansonsten sind die Folgen gravierend: „Nach fünf Minuten ohne Sauerstoff beginnen Hirnzellen abzusterben, innerhalb von zehn Minuten ist das Organ irreparabel geschädigt, Herzmuskelzellen beginnen nach etwa 20 Minuten abzusterben.“

Info-Veranstaltungen

Die Arbeitsgruppe am AKH will Aufklärungsarbeit leisten, will noch viel, viel mehr Menschen die Scheu nehmen, mit der Wiederbelebung zu starten. Denn zu viele denken noch, sie könnten etwas falsch machen. Dabei ist Nichtstun der größte Fehler. Stattdessen sollten sich drei Punkte einbrennen:

1. Im Fall der Fälle zuerst per 112 den Rettungsdienst rufen.

2. Dann mit der Herzdruckmassage beginnen: Den Ballen der einen Hand auf die Mitte der Brust legen, den Ballen der anderen Hand darüber. Mit ausgestreckten Armen das Brustbein etwa fünf bis sechs Zentimeter nach unten drücken – und zwar 100 bis 120 Mal in der Minute.

3. Eine Mund zu Mund-Beatmung kann (!) nach 30 Kompressionen von geschulte Helfern durchgeführt werden. Sie muss aber nicht. Das Drücken ist wichtiger.

Wehr mehr wissen will, kann von Montag, 21. bis Freitag, 25. September jeden Tag von 8 bis 15.30 Uhr ins Foyer des Allgemeinen Krankenhauses kommen. Dort gibt es einen Informationsstand mit Übungen.

Sehr froh ist die AG Leben Retten daher, dass die Sparkasse ihr gleich vier Reanimationspuppen zum Üben spendiert hat (Sparkassen-Chef Frank Walter: „Eine wichtige Sache, für die wir uns gerne engagieren.“). Am Donnerstag, 23. September, gibt es zudem von 15 bis 19 Uhr eine Info-Veranstaltung mit Vorträgen und Übungen im Sparkassen Carrée. Jeder darf kommen.

Und schon am heutigen Samstag gibt es Infos von 10 bis 14 Uhr in der Stadtbücherei.

Mehr Infos: http://www.laienreanimationkannjeder.de/

 
 

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