Sauerlandföhn sorgt für frühlingshafte Temperaturen

Hagen..  Der März lag mit einer mittleren Temperatur von 5,8 Grad an der Wetterstelle am Eugen-Richter-Turm um 0,6 Grad über dem Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Das entspricht genau dem Durchschnitt der wärmeren Vergleichsperiode von 1981 bis 2010. Das Flächenmittel im Stadtgebiet, ermittelt durch die acht Wetterstationen im Verbund des Hagener Wetternetzes, lag mit 5,9 Grad nur geringfügig höher. Am wärmsten war es im Lennetal mit 6,3 Grad in Hohenlimburg und 6,2 Grad in Fley.

22 Tage mit Bodenfrost

Schlusslicht war diesmal das Volmetal mit nur 5,0 Grad. In den noch langen und klaren Nächten konnte die Luft dort stark auskühlen, so dass es häufig zu leichtem Nachtfrost gekommen ist. In Dahl wurde an 13 Tagen Luftfrost und an 22 Tagen Bodenfrost beobachtet. An der Sternwarte gab es allerdings nur zwei Tage mit Frost. Insbesondere in der Übergangsjahreszeit gibt es oftmals auch innerhalb des Stadtgebiets große Unterschiede. Zu erwähnen ist hier das Föhnereignis in der Nacht zum 8. März. Während in Dahl das Thermometer auf bis zu minus 0,7 Grad sank, wurde es in Elsey nicht kälter als 7,2 Grad. Tagsüber brachte der Sauerlandföhn im ganzen Stadtgebiet frühlingshafte Temperaturen von bis zu 19,7 Grad wie in Elsey und Dahl, die auch gleichzeitig die höchsten Werte des gesamten Monats waren. Das Monatsminimum wurde am 14. mit minus 3,5 Grad in Dahl und minus 2,6 Grad in Fley registriert. Der März verlief zunächst deutlich zu trocken. Erst zum Monatsende hin wurde das Wetter sehr wechselhaft und erreichte mit Sturmtief Niklas am 31. seinen Höhepunkt. Fast im gesamten Stadtgebiet wurden Böen der Windstärke 8 gemessen. In höheren Lagen erreichte der Wind mit Spitzen von nahe 100 Kilometern pro Stunde die volle Windstärke 10.

An der Sternwarte wurde mit 74 Litern pro Quadratmeter etwa fünf Prozent mehr Niederschlag gemessen als im langjährigen Mittel, wobei 60 Prozent davon allein in den letzten drei Tagen gefallen sind.

An diesen Tagen konnten sogar Gewitter beobachtet werden. Während in Oege im gesamten Monat nur 52 Liter Niederschlag registriert wurden, war es auf den Höhen im Dahler Süden mit 103 Litern pro Quadratmeter gut das Doppelte.

Im März schien die Sonne mit 131 Sonnenstunden etwas häufiger als üblich. An sechs Tagen war sie nicht zu sehen. Im Vorjahr gab es im gleichen Zeitraum fast 200 Sonnenstunden. Der Wind wehte an 15 Tagen stark (> Windstärke 6) und an fünf Tagen stürmisch (> Windstärke 8).

Aktuelle Wetterdaten aus der Stadt gibt es im Internet unter www.sternwarte-hagen.de und unter folgender Adresse www.wetternetz-hagen.de

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