Rapp-Frick ist optimistisch für 2012

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„Wir stehen deutlich besser da als unsere Nachbarn, die gerade in eine Rezession rutschen.“ Hans-Peter Rapp-Frick, Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, gibt einen optimistischen Konjunkturausblick für die Wirtschaft in Südwestfalen.

Hagen.. „Wir stehen deutlich besser da als unsere Nachbarn, die gerade in eine Rezession rutschen.“ Hans-Peter Rapp-Frick, Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, gibt einen optimistischen Konjunkturausblick für die Wirtschaft in Südwestfalen.

Natürlich ist es Rapp-Frick nicht verborgen geblieben, dass sich durch immer weiter nach unten korrigierte Wachstumsprognosen für 2012 eine allgemeine Krisenstimmung bei Verbrauchern und Wirtschaft breit gemacht hat. Zuletzt gingen die Forschungsinstitute nur noch von wirtschaftlicher Stagnation aus. Der Export, nach der Krise noch Motor des Aufschwungs, fällt der weltweiten Wirtschaftslage wegen als Lokomotive teilweise aus.

Azubis und Leiharbeitermüssen profitieren

Trotzdem, so Rapp-Frick, zeige sich die heimische Wirtschaft weiter robust. Sowohl die Stimmung der Verbraucher im Weihnachtsgeschäft als auch das Geschäftsklima in wichtigen Branchen habe sich zum Jahresende positiv entwickelt. „Die Unternehmen haben die gute Chance, dem Abschwung in den europäischen Staaten erfolgreich zu trotzen“, so der SIHK-Hauptgeschäftsführer. Getragen werde der Optimismus von den Schlüsselbranchen Stahl- und Metallverarbeitung, Automobil- sowie Maschinenbau, die in Südwestfalen stark vertreten sind. „Jetzt zahlt es sich aus, dass die Unternehmen gut aufgestellt sind und die Güter produzieren, die weltweit stark nachgefragt sind“, so Rapp-Frick.

Den Grundoptimismus teilt IG-Metall-Sprecher Wolfgang Nettelstroth. „Wir hören aus den Betrieben, dass die Jahresabschlüsse für 2011 fast durchweg positiv ausfallen und die Unternehmen gute Aussichten für 2012 haben.“ Allerdings mischt sich bei der Gewerkschaft in den Optimismus auch etwas Skepsis. „Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich doch noch das Auf und Ab an den Börsen oder die Eurokrisen auch auf diese Branchen auswirken.“ Eine wichtige Frage, schließlich stehen in der Metall- und Elektroindustrie im kommenden Jahr Tarifauseinandersetzungen an. „Die Tarifrunde wird ganz klar im Lichte der wirtschaftlichen Situation stehen“, so Nettel-stroth. „Uns ist wichtig, dass ausgebildete junge Menschen und auch die Leiharbeiter vom wirtschaftlichen Erfolg profitieren. Die Azubis müssen eine klare Jobperspektive bekommen und direkt übernommen werden – ohne Schleife über Leiharbeit.“

 
 

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