Purps lässt klare Linie vermissen

Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen.. Der Landtag ist gerade frisch aufgelöst, der Wahlkampf hat nicht mal richtig begonnen, da gärt es schon gewaltig in der Hagener CDU. Der Ärger gewisser Teile in der Union entzündet sich an Christoph Purps (46), der sich sowohl um das Amt des Kreisvorsitzenden bewirbt als auch um eine Landtagskandidatur.

Streitpunkt ist dabei nicht einmal die Person Christoph Purps selbst als vielmehr dessen Salamitaktik bezüglich seiner politischen Ambitionen. „Ich bin sehr enttäuscht. Christoph Purps hat zuletzt sowohl im Kreisvorstand als auch bei der Ortsunion Remberg kategorisch ausgeschlossen, sich um Parlamentsmandate zu bewerben“, ärgert sich Lars Vogeler, Chef der Jungen Union in Hagen.

"Mit diesem Vorgehen bin ich nicht einverstanden"

Im Vorfeld seiner Kandidatur um den Kreisvorsitz habe der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung markige Worte gewählt. „Damals stellte er klar, dass ein Kreisvorsitzender nicht nach Düsseldorf oder gar Berlin gehöre, sondern nach Hagen“, ereifert sich Vogeler. „Am Abend vor der Landtagssitzung gab es doch bereits Signale, dass es zu Neuwahlen kommen könnte, da hat Purps eine Kandidatur aber immer noch ausgeschlossen. Mit diesem Vorgehen bin ich nicht einverstanden“, so Vogeler weiter.

Selbst Jörg Klepper (42), der sich ebenfalls um den Kreisvorsitz der Union bewirbt und als Direktkandidat für den Landtagswahlkampf zur Verfügung steht, hat von Purps’ Bereitschaft aus der Zeitung erfahren. „Ich war schon überrascht über die plötzliche Bereitschaft“, so der Vorsitzende der Ortsunion Boelerheide.

Trotz allem soll es kurzfristig ein persönliches Gespräch zwischen den beiden Christdemokraten geben. „Ich setze in beiden Fällen auf ein faires Verfahren“, so Klepper, der im Landtagswahlkampf vor allem auf die Schuldenthematik setzen möchte. „Es wird um die Stärkung der Kommunalfinanzen gehen, allerdings mit deutlichem Blick auf den Landeshaushalt.“

Purps war für unsere Zeitung gestern telefonisch nicht erreichbar. Allerdings erreichten uns am späten Nachmittag per eMail folgende Zeilen: „Kann Ihnen jetzt noch nichts Aktuelles zum Landtag sagen, wir bekommen unsere Infos erst am Montagabend in der Kreisvorstandssitzung.“

 
 

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