Poweronoffs bieten musikalischen Hochgenuss

Die Gebrüder Poweronoff bieten zum Abschluss der Schlossspiele immer einen musikalischen Hochgenuss.
Die Gebrüder Poweronoff bieten zum Abschluss der Schlossspiele immer einen musikalischen Hochgenuss.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Mit großer Vorfreude wurden die Gebrüder „Poweronoff“ im Hohenlimburger Schloss erwartet. In diesem Jahr hatte die Formation um Wolfgang Schwericke ein besonderes musikalisches Schmankerl vorbereitet. Ganz ohne Strom, also „Poweroff“, spielten die fünf begnadeten Musiker ein Best-Of ihres Repertoires und versetzten das zahlreiche Publikum in Staunen.

Sie widmen sich musikalischen Klassikern, die einige Jahrhunderte auf dem Buckel haben und weit vor der Erfindung der E-Gitarre komponiert wurden. So kamen die Schlossbesucher in den unnachahmlichen Genuss von „Der kleine macht Musik“, „Gans voll Gloria“ ,„Pusztatopf Nr. 5“ sowie weiteren Stücken, die das Publikum von der ersten Minute an begeisterten.

Eine Zugabe war eigentlich nicht geplant, doch wollten die Schloss-spiel-Besucher die Musiker nicht ohne weiteres gehen lassen. Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss ergriff letztlich die Initiative und holte die Musiker wieder auf die Bühne, wo sie mit frenetischem Applaus empfangen wurden.

Im Anschluss betrat Eugen de Ryck die Bühne. Was dann folgte, hatte es im Rahmen der Schloss-Spiele noch nicht gegeben. Der international bekannte Musiker wurde von zwei Weltklasse-Percussionisten und einem Bassisten, der auf einem „Fretless-Bass“, also einem Bass ohne Bünde, spielte.

Man kann Musik spielen oder wie im Falle von Eugen de Ryck, Musik zelebrieren. Fusion-, Funk- und Reggaeeinflüsse zeichnen den Musiker aus, der musikalisch gesehen, auf höchstem Niveau agiert. Und genau dort lag das Problem. Fast die Hälfte der Anwesenden verließ den Fürstensaal, weil Stilrichtung und Performance ihnen nicht zusagten.

An Eugen de Ryck scheiden sich sprichwörtlich die Geister. Musikfanatiker bejubeln ihn und insbesondere seine phänomenalen Percussionisten, die unweigerlich jeden Hörer zum „mitgrooven“ bringen. Vielen Gästen gefiel seine Show. Seine nicht immer verständliche Stimme erinnerte zu Beginn an Helge Schneider, während seine Optik eher einem Jan Delay ähnelt. So wurde schnell klar, dass es hier eindeutig um den musikalischen Aspekt gehen sollte. Ein Gast formulierte so: „Das ist kein Konzert. Das ist eine musiktheoretische Abhandlung.“ Genau das war es. Freunde ausgefeilter Musik- und Spieltechniken genossen diesen Auftritt. Wer mehr an bekannten Songs und Entertainment interessiert war, der verließ den Raum.

 
 

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