Politisches Prestigeobjekt

Mit Bildung punkten Politiker gern – nicht unbedingt mit ihrer eigenen, aber mit der für alle. Dazu gehört ein öffentliches Bibliothekswesen, der möglichst frühe und barriere-freie Zugang zu Büchern.
Nun setzt sich Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser zwar lautstark für den Erhalt der Stadtteilbücherei in Haspe ein, aber ob er dabei das Allgemeinwohl im Blick hat? Denn allzu laut präferiert er den Standort Torhaus für die Ausleihbücherei – (s)ein politisches Prestigeobjekt.


Die Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft (GWG) wird es freuen, trommelt jemand für den Bau. Noch steht er nicht. Denn noch gibt’s keinen Mieter. Die Stadt soll’s also mal wieder richten?!


So wie 1995. Da baute Kinomann Heiner Kieft den Cinestar-Komplex auf der Springe. Langzeitmieterin: die Stadt in Form der Stadtbücherei. In Hohenlimburg hält die Stadt mit Bücherei und Volkshochschule der Firma Hoesch eine Etage warm. Nun soll in Haspe die GWG subventioniert werden.


Die hohen Mieten stellen die Bücherei(en) in Frage. Normale Mieter würden wechseln.

 
 

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