Politik will den Baustart per Vertrag regeln

Die Politik möchte nur dann den Weg für einen Möbel-Mitnahmemarkt bei Max Bahr in Eckesey frei machen, wenn die Kette XXXL sich parallel verpflichtet, auch ein Möbelhaus auf Haßley zu realisieren.
Die Politik möchte nur dann den Weg für einen Möbel-Mitnahmemarkt bei Max Bahr in Eckesey frei machen, wenn die Kette XXXL sich parallel verpflichtet, auch ein Möbelhaus auf Haßley zu realisieren.
Foto: WP Michael Kleinrensing
  • Die Politik zweifelt am Investitionswillen von XXXL
  • Ein Vertrag soll die Zukunft in Haßley regeln
  • Andernfalls gibt es auch keine Entwicklung in Eckesey

Haßley/Eckesey.. Das Ringen um die für Hagen geplanten XXXL-Möbelwelten spitzt sich zu: Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, einer Bebauungsplanänderung für das Eckeseyer Max-Bahr-Gelände zu Gunsten eines „Mömaxx“-Mitnahmemarktes nur unter der Bedingung zustimmen zu wollen, wenn die österreichische Kette gleichzeitig eine Verpflichtungserklärung unterzeichne, bis zum Winter 2018/19 den längst eingefädelten Neubau eines Möbelhauses auf Haßley zu beginnen.

Stadt schielt auf das Grundstück

Zuvor hatte SPD-Vertreter Jörg Meier erhebliche Zweifel am ernsthaften Investitionsinteresse des Sonneborn-Käufers geäußert, das Areal an der Sauerlandlinie tatsächlich entwickeln zu wollen. Und auch Baudezernent Thomas Grothe bezeichnete es als „nicht sicher, dass sich dort etwas tut“ und erinnerte daran, dass die 2012 eingefädelte Änderung des Bebauungsplanes nach sieben Jahren Stillstand ohne juristische Konsequenzen erlösche. Vor diesem Hintergrund schlug Alt-OB Dietmar Thieser (SPD) vor, mit XXXL eine vertragliche Regelung herbeizuführen, dass das Grundstück auf Haßley mit Vorkaufsrecht an die Stadt Hagen zurückfalle, wenn die Möbelkette es für ihre Zwecke nicht nutze. „Andernfalls werden wir in Eckesey auch nicht den Weg für einen Mitnahmemarkt ebnen.“ Grünen-Sprecher Hans-Georg Panzer warnte sogar grundsätzlich davor, in Eckesey ein Möbelhaus zu etablieren, da dort auch zentrumsschädliche Sortimente in einer Größenordnung von bis zu 1000 Quadratmetern verkauft werden dürfen.

Das Unternehmen aus Wels hatte im August in einem Schreiben an Stadtbaurat Grothe ausdrücklich avisiert, beide Investitionen gestaffelt umsetzen zu wollen. Allerdings fehlt der Hagener Politik bislang der Glaube.

 
 

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