Petitionsausschuss „angerufen“

Die neue Unterführung zu Gleis 2 wird gegenwärtig gebaut. Hier soll einmal ein Aufzug gebaut werden, damit behinderte Bahnfahrer problemlos auf das Mittelgleis gelangen können.
Die neue Unterführung zu Gleis 2 wird gegenwärtig gebaut. Hier soll einmal ein Aufzug gebaut werden, damit behinderte Bahnfahrer problemlos auf das Mittelgleis gelangen können.
Foto: WP
Die Züge des Personenverkehrs dauerhaft und ausschließlich auf Gleis 1 des Hohenlimburger Bahnhofes leiten. Dafür kämpfen seit vielen Jahren Hohenlimburger Bürger, um insbesondere behinderten und älteren Menschen eine barrierefreie und somit unproblematische Bahnfahrt nach Hagen und Siegen zu ermöglichen.

Hohenlimburg.. Doch dieser Wunsch wurde bislang von den Planern der Deutschen Bahn abgelehnt, mit der Begründung, eine solches Begehren sei fahrtechnisch nicht zu realisieren. Vielmehr brachte die Bahn eine weitere Aufzugvariante ins Spiel, die, obwohl kostenintensiv, mittelfristig umgesetzt werden soll. Dadurch soll die gegenwärtig gebaute neue Unterführung u.a. für Rollstuhlfahrer benutzerfreundlich gestaltet werden, damit die Behinderten auch Bahngleis 2 relativ unproblematisch erreichen können.

Denn bislang ist es ihnen nicht möglich, mit dem Zug direkt in Richtung Siegen zu fahren. Nur mit einem Umweg. Die Rollstuhlfahrer müssen nämlich zunächst nach Hagen fahren, den Zug wechseln, um dann wieder an Hohenlimburg vorbei ins Siegerland zu reisen.

Das Denkmodell der Bahn, weitere Aufzüge in Hohenlimburg zu schaffen, scheint nur bedingt realistisch, denn die beiden sich bereits in Funktion befindenden Glasaufzüge sind häufig nach Attacken von jugendlichen Vandalen außer Betrieb und müssen für viel Geld repariert werden.

Deshalb schwebt u.a. dem Bürgerverein Wesselbach vor, durch den Bau einer zusätzlichen Weiche - zum Beispiel in Höhe der Färberstraße -, den Personennahverkehr in beide Fahrtrichtungen über Gleis 1 abzuwickeln.

Weil die Mitglieder des Bürgervereins Wesselbach trotz intensiver Bemühungen keine wirklich erfolgreiche Realisierungschance sehen, haben sie mit Schreiben vom 3. Juni eine Petition, somit einen Hilferuf, an den Landtag NRW geschickt.

Peter Spohr, Vorsitzender des Bürgervereins, hofft, dass sich deshalb nicht nur die heimischen Landtagsabgeordneten mit diesem Thema beschäftigen, sich vor Ort informieren und damit mit einer relativ einfachen Lösung (zusätzliche Weiche) auf den kostspieligen Bau von zwei weiteren wartungsanfälligen Personenaufzügen als Zugangsmöglichkeit zu Gleis 2 verzichtet werden kann.

Ob auch die heimische Politik auf diesen Zug aufspringen wird?

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