Peter Mager: „Das ist heute ein guter Tag“

Volker Bremshey
Ulrich Alda stellte zu Beginn des Erörterungstermins die Intention des Bürgervereins vor.
Ulrich Alda stellte zu Beginn des Erörterungstermins die Intention des Bürgervereins vor.
Foto: WP

Hohenlimburg.  „Großer Bahnhof“ am Glascafé des Hohenlimburger Bahnhofs am gestrigen späten Vormittag. Denn zum ersten (öffentlichen) Teil zum Anhörungstermin nach Paragraf 41a der Landesverfassung zur Petition des Bürgervereins Wesselbach hatten sich nicht nur Vertreter des Petitionsausschusses des Landtages um Günter Gross (Landtagsreferat) und Ulrich Alda (FDP) eingefunden, sondern auch Delegierte des Verkehrsministeriums NRW, der Deutschen Bahn AG, des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Initiative Pro Bahn. Dazu natürlich zahlreiche interessierte Hohenlimburger. So die Bewohner des Hauses „Bethel regional“ von der Grünrockstraße, die sich als Rollstuhlfahrer einen barrierefreien Zugang zu den Personenzügen der Bahnstrecke Hagen - Siegen wünschen.

Günter Gross erörterte den Bürgern zunächst den Grund für einen solchen Ortstermin. „Wir wollen einen Eindruck bekommen, welche Optionen vorgesehen sind. Die Aktenlage spiegelt nicht immer die Lebenswirklichkeit wider.“ Dabei waren dem Juristen drei Argumentationspunkte für einen behindertenfreundlichen Bahnhof von Bedeutung: Die Funktionsfähigkeit der Videoüberwachung der neuen Aufzüge in den neuen Unterführung und auch die Höhengleichheit des Mittelbahnsteiges, die noch nicht geschaffen worden ist. Insbesondere aber die Sicherheit für die Bahnsteignutzer, wenn Güterzüge vorbeirauschen,

Peter Mager, Vorstand Kommunikation des Bürgervereins, schilderte anschließend noch einmal präzise die Motivation für diese Petition und somit für die Arbeitsgrundlage der gestrigen Gespräche. Mager: „Erste Zielsetzung ist die Barrierefreiheit. Zweitens: Wie ist diese zu erreichen?“ Er umriss kurz noch einmal die Möglichkeiten, eine Doppelweiche an der Färberstraße einzusetzen, damit die Personenzüge generell auf Gleis 1 einlaufen können und die neue Unterführung zum Mittelbahnsteig nicht mit Aufzügen nachgerüstet werden müsse. Er sprach aber auch die Möglichkeit einer weiteren bislang unbekannten Aufzug-Lösung an: von der neuen Brücke zum Mittelbahnsteig.

Positive Gespräche im Rathaus

Sachlich und zielgerichtet, um eine gute Lösung für Hohenlimburg zu finden, wurde dann in einem neunzigminütigen Gespräch im Rathaus die Thematik noch einmal vertieft. Dabei wurden alle beim öffentlichen Termin vorgestellten Möglichkeiten diskutiert und neue systematisch erarbeitet. Kriterien zur Realisierung waren dabei die Finanzierungsmöglichkeit, die bahntechnischen Sicherheit, die Vermeidung von Angst-Räumen und die Kostenbeteiligung.

Das soll möglichst kurzfristig geschehen, so dass dem Petitionsausschuss bei seiner nächsten Sitzung am 12. März möglicherweise schon ein konkreter Vorschlag vorgelegt werden kann.

Deshalb zog der Vorstand des Bürgervereins Wesselbach am frühen Nachmittag zufrieden ein erstes Fazit. „Es ist ein guter Tag für Hohenlimburg. Die Beteiligten an dieser Gesprächsrunde haben eine klare Botschaft mitgenommen. Sie wollen deshalb eine zeitnahe Lösung favorisieren.“ Wie diese aussehen könnte und - vor allem - wie diese zu finanzieren ist, soll verständlicherweise zunächst dem Petitionsausschuss vorgestellt werden.

Der Vorstand des Bürgervereins nahm jedenfalls eine positive Erkenntnis mit. „Die Politik lässt uns und somit Hohenlimburg nicht allein. Unser Dank geht deshalb auch an Ulrich Alda, Wolfgang Jörg und Michael Scheffler.“