Pelmke Exhibition - Überraschend und provokant

Von Gemälden über Porträts, Lichtobjekten und Collagen bis hin zu einem von Moos und Frühlingsblumen bewachsenen Beet war für jeden kreativen Besucher bei Pelmke Exhibition etwas dabei.
Von Gemälden über Porträts, Lichtobjekten und Collagen bis hin zu einem von Moos und Frühlingsblumen bewachsenen Beet war für jeden kreativen Besucher bei Pelmke Exhibition etwas dabei.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen. Am vergangenen Wochenende fand die 7. Pelmke Exhibition, eine bunte, abwechslungsreiche Kunstausstellung, unter dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg“ im Kulturzentrum Pelmke statt. Von Gemälden über Porträts, Lichtobjekten und Collagen bis hin zu einem von Moos und Frühlingsblumen bewachsenen Beet war alles dabei.

Doch das künstlerische Spektrum der Ausstellung umfasste noch viel mehr. Jede Art von Kreativität konnte hier präsentiert werden. So gab es neben den ausgestellten Objekten auch zahlreiche Vorführungen in den Bereichen Musik, Tanz, Film und Literatur.

Rollrasen und Gartenzwerge

Der Schöpfergeist kannte keine Grenzen. „Es gibt hier viel zu sehen, von dem man sonst nicht viel mitbekommt. Es ist eine gute Mischung aus Hobby und ambitionierter Kunst“, erklärte Ursula Schmidt, die für die Pelmke arbeitet.

Direkt beim Betreten der Pelmke schlüpften die Besucher in die kreative Welt der Künstler hinein. „Das Interessante an der Kunst sind die Gedanken der Künstler, die dahinter stecken“, sagte Mahmood Mohialdini. Rollrasen und Gartenzwerge zierten die Empfangshalle. Beruhigende Musik erfüllte den Raum und sorgte für ein angenehmes Wohlbefinden.

Kunstprojekt sollte provozieren

„Hier kommst du zuerst ins Paradies“, erklärte Andreas Arnold. Doch es sollte nicht so bleiben. Nachdem die Besucher einen Vorhang durchquert hatten, verflog das Wohlbefinden und es machte sich eine gewisse Unbehaglichkeit breit. Dumpfes Knarren übertönte die fröhlichen Klänge auf der anderen Seite des Vorhangs und statt des Rasens gab es zertretene Muscheln, die beim Gehen ein knirschendes Geräusch erzeugten.

Rote Flaggen, die an das dritte Reich erinnerten, und ein Spiegel mit einem aufgemalten Oberlippenbart bedeckten die Wände. Das Paradies verwandelte sich in die Hölle. „Ein älterer Herr kam fassungslos auf mich zu und sagte, dass so was sehr provozierend sei. Diese Reaktion hat mich sehr gefreut, weil wir genau das mit unserem Kunstprojekt bewirken wollten“, verriet Arnold.

Interesse konnte auch bei Kunst-Laien geweckt werden

In den Zimmern der oberen Stockwerke konnten zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Kunstobjekte in den verschiedensten Ausführungen betrachtet werden und so war für jeden etwas dabei. „Es ist total vielfältig hier und wirklich schön, dass es nicht in eine bestimmte Richtung festgelegt ist“, sagte Henriette Adelt, deren Schwester eine mit Acrylfarbe bemalte Leinwand ausstellte.

Bei dem breiten Angebot konnte auch bei den Kunst-Laien das Interesse geweckt werden. „Ich verstehe nicht viel von Kunst, aber ich finde es bemerkenswert, dass jeder Künstler eine individuelle Vorliebe für Farben hat“, sagte Mohialdini.

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