„Ohne Verbindung gibt es keine Zukunft“

Volker Bremshey

Hohenlimburg.  Werdohl, Altena, Letmathe – die Zukunft der Lenneschiene soll gemeinsam gestaltet werden. Dazu gehört der Radweg von Hagen bis in den Märkischen Kreis und letztlich bis Winterberg. Gegenwärtig informiert die Regionale Südwestfalen in den Kommunen Bürger, Vereine und Verbände darüber, was möglich ist, um „die Zukunft gemeinsam zu gestalten“.

Insbesondere in der Nachbarstadt Letmathe hat die Werbegemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Regionale Südwestfalen die Weichen gestellt, um Touristen an die Lenne zu holen. Im kommenden Jahr soll, wie berichtet, mit dem Bau eines Cafés begonnen werden, das in (!) der Lenne steht. Mehr als zwei Millionen Euro möchte ein namhafter Betreiber dort investieren. „Wir hoffen, dass das Café im Jahr 2018 eröffnet werden kann“, sagte gestern Rainer Großberndt, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Letmathe. „Dieses Café wird zur Attraktion für eine Region. Für Autofahrer, für Radfahrer und für Kanuten.“ Deshalb scharrt die Werbegemeinschaft mit den Hufen, dass die Hagener Verwaltung konkrete Ideen und Pläne vorstellt, wie die im Radwegenetz vorhandene Lücke zwischen der Hohenlimburger Innenstadt und der Stadtgrenze zu Letmathe geschlossen wird.

Letmathe hat Hausaufgaben gemacht

Vor einem Jahr hatte sich der Letmather auf Initiative von Eberhard Schwestka und Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) mit dem Hagener Stadtplaner Jörg Winkler und Petra Leng, in der Hagener Verwaltung federführend für das Radwegenetz, getroffen, um sich über einen möglichen Ausbau auf Hohenlimburger Gebiet auszutauschen. Denn die Stadt Iserlohn hatte bereits zu diesem Zeitpunkt ihre Hausaufgaben gemacht und die Radwegeführung bis zur Hohenlimburger Stadtgrenze konkretisiert.

Dann wird es, wie berichtet, problematisch. Während entlang der Oeger Straße zunächst der Bürgersteig breit genug scheint, um darauf dort Fußgänger und Radfahrer gemeinsam zu platzieren, sind die in den Gesprächen mit der Hagener Verwaltung im Juli des vergangenen Jahres erkannten Probleme ab der Oststraße bislang nur oberflächlich dargestellt worden. In einer Tischvorlage für die März-Sitzung der Bezirksvertretung hatte die Verwaltung folgenden Vorschlag unterbreitet: Alternativ zu der aufgrund der Steigung, der Verkehrsdichte und der Fahrbahnbreite wenig attraktiven Hauptroute (Oststraße, Feldstraße, Oeger Straße und Mühlenbergstraße) kann eine Ausweichstrecke über die Oeger Straße an Klein-Venedig vorbei bis zur Fußgängerzone geführt werden. In Abstimmung mit Hoesch Hohenlimburg könnte überlegt werden, die Oeger Straße in diesem Bereich zur Fahrradstraße umzuwidmen.

Diese in der Tischvorlage stehenden Vorschläge wurden von den Bezirksvertretern in der Sitzung am 2. März nicht weiter beraten. Und danach auch nicht mehr. . . .