Nur ein Kind nicht an Wunsch-Grundschule

Fast alle Kinder werden an der Grundschule der Wahl ihrer Eltern unterrichtet.
Fast alle Kinder werden an der Grundschule der Wahl ihrer Eltern unterrichtet.
Foto: picture alliance / JOKER
Im Anmeldeverfahren zu den städtischen Grundschulen hat das Schulamt den Wünschen der Eltern weitgehend Rechnung tragen können.

Hagen.. Im Anmeldeverfahren zu den städtischen Grundschulen hat das Schulamt den Wünschen der Eltern weitgehend Rechnung tragen können. Nur eines von 1398 angemeldeten Kindern werde nach den Sommerferien nicht die gewünschte Grundschule besuchen können, teilte Ellen Neuhaus, Vorsitzende des Schulaussschusses, jetzt mit. Den größten Zulauf verzeichneten die Karl-Ernst-Osthaus-Grundschule (zwei Standorte mit 97 i-Männchen), die Grundschule Emst (82) und die Wesselbachschule (71) in Hohenlimburg.

Komplizierte Verteilung

Die Verteilung der Kinder auf die Grundschulen gestaltet sich stets einigermaßen kompliziert. Einerseits will die Stadtverwaltung den Eltern entgegenkommen und die Kinder möglichst wohnortnah einschulen, andererseits müssen die Kommunale Klassenrichtzahl (KKR) und die Klassenbildungswerte berücksichtigt werden. Bei der KKR handelt es sich um einen vom Land vorgegebenen Richtwert, an dem sich die Kommunen zwingend orientieren müssen. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der voraussichtlichen Zahl an Erstklässlern, die durch 23 geteilt wird. Der so ermittelte Wert (1398:23=60,8) stellt die maximale Anzahl von Eingangsklassen dar (in Hagen also aufgerundet 61). Zudem gilt, das besagt der Klassenbildungswert, dass eine Klasse höchstens 29 Schüler haben darf.

Termin versäumt

Diese Bedingungen konnten im Anmeldeverfahren erfüllt werden. An einigen Grundschulen wird es mithin zur Bildung von Eingangsklassen mit 29 Schülern kommen. Falls ihnen ein solcher Klassenverband zu groß ist, soll Eltern auf Wunsch die Möglichkeit eingeräumt werden, ihr Kind an eine benachbarte Grundschule mit kleineren Klassen wechseln zu lassen. Doch in vielen Gesprächen habe sich gezeigt, dass den Eltern die Unterbringung ihres Kindes an der Schule ihrer Wahl wichtiger sei als die Klassengröße, teilte Jochen Becker mit, Leiter des Fachbereichs Bildung.

Übrigens rechnet das Schulamt mit 32 weiteren zukünftigen Erstklässlern, deren Eltern den Anmeldungstermin schlechterdings versäumt haben. Diese Kinder sollen ebenso auf Grundschulen mit kleineren Eingangsklassen verteilt werden wie etwaige weitere Flüchtlingskinder.

 
 

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