Normalität an Hauptschule zurückgekehrt

Der stellvertretende Schulleiter Christopher Kruse begutachtet den Wasserschaden im Aufenthaltsraum.
Der stellvertretende Schulleiter Christopher Kruse begutachtet den Wasserschaden im Aufenthaltsraum.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Eine Woche nach dem Wasserschaden ist an der Ernst-Eversbusch-Hauptschule wieder Normalität eingekehrt.

Haspe. Eine Woche nach dem beträchtlichen Wasserschaden im Gruppentrakt ist an der Ernst-Eversbusch-Schule Normalität eingekehrt. Die Schüler, die zwei Tage lang zu Hause bleiben durften, erscheinen wieder zum Unterricht. Nur ihre Pausen und Freistunden können sie nicht in den Aufenthaltsräumen verbringen. Die Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) bezifferte den Schaden gestern auf rund 10.000 Euro.

In der Nacht zum Mittwoch vergangener Woche war im ehemaligen Lehrerzimmer eine Wasserleitung gefroren und geplatzt. Mehrere tausend Liter Wasser hatten sich in den Raum ergossen. Als Hausmeister Benedikt Hehn (64) den Gebäudeteil gegen 6.30 Uhr betrat, lief das Wasser bereits durch den Flur und die Treppe hinunter in den Keller. Umgehend drehte er die Hauptwasserleitung ab. Anschließend versuchte er vergeblich, in den Raum zu gelangen, aus dem das Wasser in den Gang strömte: „Der Druck von der anderen Seite war zu stark.

Erst als ich mich mit aller Kraft gegen die Tür stemmte, gab sie etwas nach.“ Sofort schlug ihm ein Schwall eiskalten Wassers um die Füße, schwammen ihm abgesprengte Deckenplatten entgegen. Der Hausmeister rief die Feuerwehr, die das Wasser abpumpte bzw. in den Innenhof lenkte, wo es rasch gefror. Weil die Toiletten wegen der abgestellten Wasserzufuhr nicht hätten genutzt werden können, bekamen die 280 Hauptschüler an jenem und dem nächsten Tag schulfrei verordnet.

Hausmeister bemerkte den Rohrbruch

Wie sich herausstellte, war das Wasserrohr an zwei Stellen hinter der abgehängten Leichtbaudecke geplatzt. Etliche der Platten aus Pressspan waren dadurch vollkommen durchnässt worden und zu Boden gefallen. Als der Hausmeister das Malheur bemerkte, hatte der Wasserpegel bereits 15 cm erreicht. „Das Rohr war vorschriftsmäßig gedämmt und führte zu einem im Aufenthaltsraum befindlichen Waschbecken, das von den Schülern jedoch kaum genutzt wurde“, so ein Sprecher der Stadt. Daher habe das in der Leitung stehende Wasser trotz der Isolierung gefrieren können.

Der Schaden ist für die Schule ärgerlich, war das Gebäude doch erst im Vorjahr für 3,4 Millionen Euro umfangreich saniert worden. Dabei war der ehemalige Verwaltungstrakt, in dem sich jetzt der Rohrbruch ereignete, zum Gruppenbereich mit zwei Aufenthaltsräumen für die Schüler umgebaut worden. Die Schmutzlinie, die das Wasser an der Wand hinterließ, ist noch deutlich zu erkennen. Das Rauschen der Trockengebläse erfüllt das Zimmer, Möbel und Bücher, teilweise vom Wasser beschädigt, wurden in den zweiten Aufenthaltsraum geschafft. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Schäden behoben sind und die Schüler dort wieder ihre Freistunden verbringen können.

 
 

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