Neues Gerätehaus in Haßley eröffnet

Das Gerätehaus beherbergt die Löschguppen Holthausen, Eppenhausen und Eilpe Delstern.
Das Gerätehaus beherbergt die Löschguppen Holthausen, Eppenhausen und Eilpe Delstern.
Foto: Michael Kleinrensing
Die Hagener Feuerwehr hat gestern ihr neues Gerätehaus in Haßley eröffnet und ist damit dem Ziel, die Neukonzeption für Brandschutz und Rettungsdienste umzusetzen, näher gekommen.

Haßley.. Die Hagener Feuerwehr hat gestern ihr neues Gerätehaus in Haßley eröffnet und ist damit dem Ziel, die 1988 vom Stadtrat verabschiedete Neukonzeption für Brandschutz und Rettungsdienste in der Stadt umzusetzen, ein gutes Stück näher gekommen. „Dieses Haus trägt erheblich zur Verbesserung unserer Schlagkraft und Leistungsfähigkeit bei“, freute sich Feuerwehrchef Heinz Jäger.

In Haßley sind zukünftig die Einheiten Eilpe-Delstern, Eppenhausen und Holthausen untergebracht. Die auch an anderen Standorten praktizierte, einsatztaktische Zusammenlegung von Löschgruppen soll die Zahl der Gerätehäuser von 22 auf zehn reduzieren und gleichzeitg sicherstellen, dass die Rettungskräfte spätestens neuneinhalb Minuten nach dem Eingang einer Meldung am Unglüksort eintreffen.

Personenauskunftsstelle

Überschwänglich bezeichnete Jäger das neue Gebäude als „sozialen Quantensprung vom Mittelalter in die Neuzeit“, denn in Haßley gebe es endlich getrennte Bereiche für Privat- und Einsatzkleidung, so dass sich die Kameraden nicht mehr bei laufenden Abgasen umziehen müssten. Zudem verfügt das Haus über Herren- und Damentoiletten – ein Umstand, an dessen Fehlen bislang mancherorts die Aufnahme von Frauen scheiterte. Zudem steht eine Personenauskunftsstelle zur Verfügung, die es im Falle einer Katastrophe ermöglicht, besorgten Anrufern und Angehörigen Informationen zu vermitteln. Jäger: „Jeder Euro in diesem Haus ist sinnvoll investiert.“

Wie die Gerätehäuser in Eckesey, Haspe, Dahl und Vorhalle stehen im Erdgeschoss die Fahrzeuge, im oberen Stock liegen die Mannschaftsräume. Auch die Jugendfeuerwehr hat eigene Räumlichkeiten.

Um den Brandschutzbedarfsplan zu komplettieren, müssen zwei weitere Feuerwehrhäuser errichtet werden. Bereits am 25. September erfolgt an der Verbandsstraße der erste Spatenstich für das Domizil der Löschgruppen aus Berchum und Garenfeld, 2018 soll in Halden der Grundstein für die neue Unterkunft der Einheiten aus Fley, Halden und Herbeck gelegt werden. Mit Blick auf den Protest von Anwohnern des Exterwegs erklärte Jäger, er hoffe inständig, dass die notwendigen Neubauten wie geplant errichtet werden könnten.

Mit den Beschwerden der Haldener Anlieger beschäftigt sich derzeit der Verwaltungsvorstand unter Vorsitz von Oberbürgermeister Schulz.

 
 

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