Neues Fernuni-Gebäude in Hagen eingeweiht

Die neuen Gebäude der FernUniversität Hagen wurden im Rahmen eines Festaktes eingeweiht. Svenja Schulze (Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen) nahm an der Feierstunde teil. Jörg Dehm (Oberbürgermeister Hagen), Dr. Manfred Scholle (Vorsitzender Hochschulrat), Ministerin Svenja Schulze, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (Rektor der FernUniversität), Rolf Krähmer (Geschäftsführer Bau- und Liegenschaft NRW), Regina Zdebel (Kanzlerin FernUniversität), Prof. Dr. Torsten Hahn (Dekan FernUniversität)  (von links). Foto: Thomas Nitsche
Die neuen Gebäude der FernUniversität Hagen wurden im Rahmen eines Festaktes eingeweiht. Svenja Schulze (Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen) nahm an der Feierstunde teil. Jörg Dehm (Oberbürgermeister Hagen), Dr. Manfred Scholle (Vorsitzender Hochschulrat), Ministerin Svenja Schulze, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (Rektor der FernUniversität), Rolf Krähmer (Geschäftsführer Bau- und Liegenschaft NRW), Regina Zdebel (Kanzlerin FernUniversität), Prof. Dr. Torsten Hahn (Dekan FernUniversität) (von links). Foto: Thomas Nitsche
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Das Bauen für die Bildung boomt in Südwestfalen - diese Woche setzt ein Zeichen: Konzentration in Hagen, Neues in Lippstadt und Hamm, grünes Hirn in Siegen.

Hagen/Siegen/Lippstadt. Nach der größten deutschen Hochschule sieht es am Fleyer Wald noch immer nicht aus. Das ist eben das Wesen der Fernuni: Dass die mittlerweile 80 000 Studenten nicht so nah sein müssen. Dafür rücken jetzt die Mitarbeiter, deren Zahl mit dem Studentenboom gewachsen ist, enger zusammen. Der Großteil der 1700 Beschäftigten arbeitet künftig auf dem Hagener Campus. Der auch immer mehr wie ein richtiger Campus aussieht: ansprechend, modern, großzügig. Dank des neuen Gebäudes für die Kultur- und Sozialwissenschaften. Und des neuen Seminartraktes. Beide wurden am Donnerstag eingeweiht.

In Anwesenheit von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD). Die musste anschließend weiter nach Lippstadt zur Grundsteinlegung für den Neubau der Hochschule Hamm-Lippstadt. In Hamm hatte sie das bereits am Mittwoch erledigt. Nur zum Fest fürs neue Rechenzentrum der Uni Siegen am Mittwoch hat es die Ministerin nicht geschafft. Aber wenn man das alles zusammen betrachtet, wird deutlich: Das Bauen für die Bildung boomt. Gerade in Südwestfalen, wo die Fachhochschule erst im März ihr neues Gebäude am fünften Standort Lüdenscheid (nach Iserlohn, Hagen, Soest und Meschede) einweihen konnte.

Die Kultur- und Sozialwissenschaftler haben an der Fernuni das größte Wachstum zu verzeichnen. Vor allem dank des im Wintersemester 2008 eingeführten Bachelor-Studiengangs Psychologie hat sich die Studentenzahl in der größten Fakultät nahezu verdoppelt, wie der Dekan, Prof. Torsten Hahn, gestern erzählte.

Rektor Prof. Helmut Hoyer freute sich über die Einhaltung des ehrgeizigen Zeitplans und das optisch angepasste Erscheinungsbild aus Naturstein, Glas und edel schimmerndem Metall.

Schulze lobte nicht nur das „eindrucksvolle Gebäudeensemble“, sondern auch die inneren Werte dieses „unverzichtbaren Bestandteils der deutschen Bildungslandschaft“, der für lebenslanges Lernen stehe, eines „Erfolgsmodells“, dessen Angebot immer attraktiver werde. Gern würde sie die Fernuni mit mehr Mitteln ausstatten. Das könne NRW, das nur ein Drittel der Studenten stelle, aber nicht alleine leisten. Den Wunsch, Bund und andere Länder stärker zu beteiligen, hört man freilich schon länger.

In Lippstadt und Hamm ist dagegen alles noch frisch. 2009 waren 80 Studierende am Start. Jetzt haben sich 1100 für sechs Studiengänge eingeschrieben, und wenn die neuen Gebäude wie geplant zum Wintersemester 2013/2014 fertig werden, ist Platz für 2500 Ingenieurs-Studenten. „Das ist wichtig wegen des doppelten Abitur-Jahrgangs“, sagt Hochschul-Sprecherin Britta Jacob. Im Endausbau sind 16 Studiengänge und 4000 Studienplätze vorgesehen. Das Land investiert dafür 177 Millionen Euro.

In Siegen hat die Uni ein neues Hirn bekommen. Das New Data Center ersetzt das Rechenzentrum von 1974 und bietet neben zeitgemäßer Rechnerleistung und Klimatechnik ein grünes Extra: Ein erdgasgetriebenes Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, das erste dieser Art an deutschen Hochschulen, erzeugt im Sommer aus der Abwärme Kälte zur Kühlung der Server und wärmt im Winter fast den ganzen Campus Hölderlinstraße. Das spart 300 000 Euro im Jahr.

 
 

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