Neue Parkplätze an der Glörtalsperre

An der Glör wird ein neuer Parkplatz gebaut: Zahlreiche Bäume mussten weichen.
An der Glör wird ein neuer Parkplatz gebaut: Zahlreiche Bäume mussten weichen.
Foto: WP
An der Glörtalsperre zwischen Breckerfeld und Schalksmühle entsteht ein neuer Parkplatz. Damit soll an heißen Tagen die Situation entspannt werden.

Hagen-Breckerfeld.. Die großen Maschinen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie senkrechte Bäume innerhalb kürzester Zeit in waagerechtes Holz verwandeln, haben bereits ganze Vorarbeit geleistet. Jene Firma, die die Waldfläche endgültig in einen Parkplatz verwandelt, rückt ab Montag an.

Glörtalsperre an einem heißen Sommertag: Autokolonnen quetschen sich auf der schmalen Zufahrt in Richtung Badesee, Gaststätte und Spazierwege aneinander vorbei. Fußgänger, die weiter unten an der Glörtalstraße einen Parkplatz gefunden haben, pilgern mit Schlauchbooten, Gartenliegen und Kühltaschen über dieselbe Strecke. Hinzu kommen Radfahrer, die das Areal rund um den See für sich entdeckt haben. Und Pkw-Fahrer, die Forstwege und Seitenstreifen zuparken. Konflikte sind programmiert.

Bäume müssen weichen

Dieses unfallträchtige Schön-Wetter-Szenario soll nach dem Willen der Gesellschaft Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre ein Ende haben. Rund 280.000 Euro investiert die Organisation, an der neben dem Regionalverbund Ruhr auch Kommunen wie Breckerfeld, der Märkische und der Ennepe-Ruhr-Kreise beteiligt sind, deshalb in neue Parkflächen. Die entstehen in dem Waldstück nördlich der Staumauer im Anschluss an den bisherigen Parkplatz.

„Die Zufahrt wird asphaltiert, die Parkflächen selbst geschottert“, sagt Hans-Ulrich Wehmann, Geschäftsführer der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH. „Mitte Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.“ So lange schwere Lastwagen Material anliefern und Erde bewegen, wir der Verkehr mit einer Bedarfsampel geregelt, die die Lkw-Fahrer auslösen können.

In Kombination mit der Flurbereinigung Glör-Wald, in deren Zentrum Ausbau und Sanierung der Zufahrtsstraße von der Glörtalstraße stehen, soll sich die Verkehrssituation rund um den Badesee entspannen. „Wir versuchen seit vielen Jahren vergeblich, die Zufahrt instandzusetzen“, so Wehmann mit Blick auf das Verfahren, für das der Rat der Stadt 33.000 Euro bereitstellt, das aber bei Landwirten nicht unumstritten ist, „aus meiner Sicht ist das eine einzigartige Chance, an Fördermittel zu kommen. Diese Möglichkeit sollten wir unbedingt nutzen.“

Gebühren werden erhöht

Einher geht der neue Parkplatz mit einer Erhöhung der Parkgebühren am 1. April. Dann werden die Automaten, die noch im Winterschlaf stecken, wieder in Betrieb genommen. „Fünf Jahre lang waren die Preis konstant“, sagt Hans-Ulrich Wehmann, „vor dem Hintergrund der Investition erhöhen wir leicht.“ Für eine Stunde ist 1 Euro fällig, zwei Stunden kosten 2 Euro, vier Stunden 3,50 Euro und eine Tageskarte 6 Euro.

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