Netty Müller-Grosse bekommt den Friedenspreis

Hagen..  Viele Freunde und Weggefährten waren ins Allerwelthaus gekommen, um dabei zu sein, als Netty Müller-Grosse den Fritz-und-Ingeborg-Küster-Friedenspreis der südwestfälischen Friedensgruppen erhielt.

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörte auch der heimische Bundestagsabgeordnete René Röspel, ebenso wie die Preisträgerin Mitglied des Hagener Friedenszeichens.

Bürgermeisterin Brigitte Kramps überbrachte die Grüße der Stadt Hagen. Sie betonte wie wichtig Menschen wie Netty Müller-Grosse seien, die sich mit ihrem Wirken einsetzten für ein friedliches Zusammenleben - in der großen Politik wie im Engagement gegen Atomwaffen, aber auch im sehr persönlichen Einsatz für notleidende Flüchtlinge und Kriegsopfer aus Bosnien, die es hierher verschlagen hatte. Wichtig sei auch die Arbeit von Initiativen wie dem Hagener Friedenszeichen, die immer wieder für eine andere Politik jenseits von Kriegseinsätzen eintreten würden.

Marsch mit Indianern

Ein Wirken, das Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des Hagener Friedenszeichens, in seiner Laudatio in bewegender Weise schilderte. Ihre Reise 1991 nach Bagdad, um mit anderen Friedensaktivisten den Angriff der USA zu verhindern, ihr Marsch mit Indianern durch die Wüste in Nevada, um gegen atomare Militäranlagen zu protestieren, aber auch ihr Einsatz als Mediatorin in Gefängnissen – all das ergab das Bild einer konsequenten Pazifistin.

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