Nahmer Bach mit europäischen Fördermitteln offenlegen

Der Nahmerbach soll nach Vorstellungen der Anwohner, wie am Koenigsee, im Bereich des Krupp-Werkes IV renaturiert werden.
Der Nahmerbach soll nach Vorstellungen der Anwohner, wie am Koenigsee, im Bereich des Krupp-Werkes IV renaturiert werden.
Foto: WP
Was passiert mit dem ehemaligen Werksgelände von Krupp-Werk IV? Diese Frage beschäftigt seit 19 Jahren die heimische Politik und die Anwohner.

Hohenlimburg.. Jetzt scheint eine konkrete Lösung in Sicht. Ein heimisches Unternehmen möchte die rund 29 000 Quadratmeter große Fläche nutzen. Deshalb gab es zuletzt intensive Gespräche mit der Wirtschaftsförderung Hagen. Alles könnte gut werden. Wenn aktuell nicht ein neues Problem aufgetaucht wäre: der Nahmer Bach.

Dieser muss nach europäischer Gesetzgebung offengelegt werden, dass heißt, er wird zukünftig sichtbar über das Grundstück fließen. Sicherlich reizvoll. Aber auch für ein Unternehmen, das diese Fläche nicht übernimmt, um den Freizeitwert in der Obernahmer aufzuwerten? Dennoch wird die Offenlegung mit bis zu 90 Prozent der erforderlichen Kosten gefördert.

„Wir ziehen gegenwärtig alle an einem Strang“, versicherte Frank Röhling (HagenAgentur) gestern. „Alle haben ein Interesse, dass dieses Gelände kurzfristig genutzt werden kann: die Stadt Hagen, NRW-Urban und das Unternehmen.“

Voraussetzung, dass die Bagger anrollen können, ist ein gültiger Bebauungsplan. Doch der existiert nicht mehr. Röhling: „Da führt kein Weg dran vorbei.“ Denn 19 Jahre nach Stilllegung des Krupp-Werkes, ist der Bestandsschutz erloschen.

Deshalb muss ein B-Plan-Verfahrer eingeleitet werden. Das soll jedoch kurzfristig und unbürokratisch geschehen.

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