„Musikschule soll sich moderner präsentieren“

Martin Rösner ist neuer Leiter der Max-Reger-Musikschule.
Martin Rösner ist neuer Leiter der Max-Reger-Musikschule.
Foto: Yvonne Hinz
Martin Rösner leitet seit Kurzem die städtische Musikschule auf dem Elbersgelände. Der 51-Jährige will die Einrichtung „behutsam“ modernisieren.

Hagen.. Im Grunde ist er nicht „der Neue“ an der Musikschule, denn sein Gesicht kennt beinahe jeder, der sich in den letzten Jahren häufiger in der städtischen Einrichtung getummelt hat. Martin Rösner ist neuer Leiter der Max-Reger-Musikschule. Der 51-Jährige hat Helmut Schröder, der die Schule 28 Jahre geführt hat und jüngst in den Vorruhestand getreten ist, abgelöst.

Als Kind Klavierunterricht

Martin Rösner hat die für zahlreiche Hagener klassische Laufbahn eingeschlagen: Als Kind besuchte er die städtische Musikschule und nahm dort – damals noch unter der Regie von Fritz Emonts – Klavierunterricht, später wandte sich der Fichte-Schüler eher der Popularmusik zu. Mit 17 wurde er Mitglied in einer Band, spielte dort Keyboard. In Bochum studierte er später Musikwissenschaften und Psychologie. „Ich war damals auf nichts festgelegt, ich hätte auch in einem Musikverlag landen können“, blickt Martin Rösner zurück.

Doch Heinz Manuel Krause, lange Jahre Rösners Musiklehrer und Mentor, schaffte es, in ihm Begeisterung für pädagogisches Arbeiten und für die Musikschule an sich zu entfachen. Und nun ist Rösner „Chef vom Ganzen“ . . .

Den Öffentlichkeitsbereich will der 51-Jährige stärken, will der Frage nachgehen, wie sich die Schule künftig besser und moderner präsentieren kann. „Nachbarstädte wie Schwerte und Iserlohn haben teilweise tolle Ansätze“, lobt Rösner, „davor sollte man sich nicht verschließen“.

Dem veränderten Freizeitverhalten (Rösner: „Heute ist das Musikmachen doch nur noch eines von zahlreichen Betätigungsfeldern“) will er mehr Flexibilität entgegensetzen. Heißt: Parallel zum Kursangebot mit festen Terminen will er zum Beispiel variabel einsetzbare Zehner-Tickets einführen. Und Rösner überlegt – natürlich in Absprache mit Vorgesetzten und der Politik – den Namen der Einrichtung zu ändern: „Viele Hagener sprechen heute doch noch von der Jugendmusikschule. Für mich ein Zeichen, dass der Name Max-Reger-Musikschule nie in die Herzen der Leute gesickert ist.“

Was für ihn ein griffigerer Name sein könnte? Rösner: „Vielleicht Fritz-Emonts-Musikschule. Oder einfach Musikschule Hagen. Oder Musikschule bei Elbers, denn schließlich ist das Gebäude ja Teil des Elbers-Ensembles.“

Gesellschaftliche Veränderungen

Der neue Leiter muss sich auf etliche gesellschaftliche Veränderungen einstellen. So ist der Zeitkorridor zum Unterrichten heute durch die Nachmittagsbetreuung enger geworden. Vor-Ort-Musikunterricht wird seit einigen Jahren von den Schulen wesentlich stärker nachgefragt als früher. Außerdem habe sich der Nebenzweig Tanz mittlerweile etabliert und schreibe schwarze Zahlen, betont Rösner. Und das, obwohl der früher im Nebengebäude angemietete Ballettsaal, der für Tanzzwecke genutzt wurde, für die Musikschule nicht mehr zur Verfügung steht, da die Stadt Hagen die früher zusätzlich anfallende Miete heute spart.

Stattdessen wird nun der große Vortragsraum im Hauptgebäude als Multifunktionssaal genutzt.

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