Musikschule soll keine reine Jugendbildungsstätte werden

Die Max-Reger-Musikschule.
Die Max-Reger-Musikschule.
Foto: WP
  • Die Max-Reger-Musikschule soll nicht in eine Jugendmusikschule umgewandelt werden.
  • Auch der Erwachsenenbereich soll weitergeführt werden. Weiteres Thema im Kulturausschuss: Das Stadtarchiv könnte ins WBH- Gebäude umziehen.

Hagen.. Die Umwandlung der Max-Reger-Musikschule in eine reine Jugendmusikschule scheint vom Tisch. Vor drei Wochen hatte die CDU-Fraktion im Kulturausschuss die Diskussion darüber angestoßen, den Erwachsenenbereich abzuschaffen und aus dem nicht-städtischen Gebäude auf dem Elbersgelände auszuziehen, um Kosten einzusparen. Um ein Für und Wider abwägen zu können, wurden Jochen Becker, Leiter des Fachbereichs Bildung, und Musikschulleiter Markus Rösner aufgefordert, ein Raum- und Finanzkonzept vorzulegen.

Das Ergebnis ihres Konzeptes: Würden nur noch Schüler bis 18 Jahren unterrichtet, könnten 318.000 Euro an Personalkosten eingespart werden. Allerdings müssten Tarifbeschäftigte in anderen Bereichen der Verwaltung eingesetzt werden, außerdem würden die Einnahmen durch den Wegfall der Erwachsenenbildung geringer ausfallen. Das Aufgeben des Musikschul-Komplexes in der Dödterstraße würde sich – so das Ergebnis Beckers und Rösners – nicht lohnen, da die Nutzung von Alternativstandorten wie Spielbrinkschule Umzugs- und Investitionskosten in Höhe von geschätzten 120 000 bis 300 000 Euro mit sich bringen würden.

Neue, gestern von der CDU im Ausschuss unterbreitete Vorschläge, zielen nun auf größere Einsparungen im Bereich Volkshochschule ab. Demnach soll u.a. das Mietverhältnis zwischen VHS und dem DBB-Gebäude (Deutscher Basketball Bund) in der Schwanenstraße beendet werden. Friedrich-Wilhelm Geiersbach(SPD) erzürnt: „Und was passiert dann mit dem Basketball in Hage? Ist das der CDU egal?“ Geiersbach weiter: „Die Vorschläge der CDU schwächen VHS und Musikschule, also den Bereich Bildung, stärken hingegen die Museen.“

Umzug Stadtarchiv

Weiteres Thema im Kulturausschuss: das Stadtarchiv, für das ein Alternativstandort zur Wippermann-Passage gesucht werden soll. Ralf Blank, Leiter des Archivs, sieht im WBH-Gebäudekomplex an der Eilper Straße eine geeignete und archivtaugliche Stätte: „Das ehemalige Mark-E-Hochhaus mit Turbinenhalle war das erste in Hagen errichtete Hochhaus. Es wurde zuletzt als Lager genutzt.“ Dreieinhalb Etagen könnten künftig als Stadtarchiv genutzt werden. Flächen würden zu Büros umgewandelt bzw. als Depot, Besucherraum und als Sitz des Heimatbundes genutzt.

40.000 Euro pro Jahr könnten in der WBH-Immobilie im Vergleich zur Wippermann-Passage eingespart werden, da es sich um ein städtisches Gebäude handelt und durch den Mit-Mieter HABIT (Hagener Betriebs- und Informationstechnologie) Synergieeffekte erzielt werden könnten.

 
 

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