Museumsleiter Alexander Klar verlässt Hagen

Dr. Alexander Klar verlässt Hagen und geht nach Wiesbaden.                                   Foto: Michael Kleinrensing
Dr. Alexander Klar verlässt Hagen und geht nach Wiesbaden. Foto: Michael Kleinrensing
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Dr. Alexander Klar, der wissenschaftliche Leiter des Emil-Schumacher-Museums Hagen, wird neuer Direktor des Museums Wiesbaden. Das gaben das hessische Landesmuseum und die Emil-Schumacher-Stiftung Hagen gestern bekannt. „Das ist ein Ruf, den man nicht ablehnen kann“, so der 42-jährige Kunsthistoriker gegenüber unserer Zeitung.

Damit verlässt Alexander Klar nur gut ein Jahr nach der Eröffnung des Emil-Schumacher-Museums Hagen wieder. In dieser kurzen Zeit hat er mit großem Engagement bereits aufsehenerregenden Projekte verwirklicht und dem Haus weit über Hagen hinaus hohes Ansehen verschafft. Erst in der vergangenen Woche wurde die Ausstellung „Verwandte Seelen“ eröffnet, eine spektakuläre Gegenüberstellung von Bildern Emil Noldes und Emil Schumachers.

Klar betont, dass er sich freundschaftlich von der Emil-Schumacher-Stiftung trennt. „Das war eine tolle Zeit in Hagen. Die Möglichkeiten, die ich hier hatte und die Freundschaften, die ich schließen konnte, waren eine großartige Sache, auch über die kleineren Konflikte hinweg.“

Ein Mann voller Ideen und Tatendrang

Der leidenschaftliche Kunsthistoriker ist ein Macher, ein Mann, der nicht nur voller Ideen, sondern auch voller Tatendrang steckt. Allerdings musste Klar das neue Hagener Haus praktisch von der Pressearbeit bis zum Ausstellungs-Management im Alleingang bespielen, die Infrastruktur des Museums ist bisher ungenügend.

Solche Probleme wird es in Wiesbaden wohl kaum geben. Das Landesmuseum, das derzeit aufwendig saniert wird, hat die weltweit größte Jawlensky-Sammlung, einen veritablen Expressionisten-Bestand und gute Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert. „Ich spüre den politischen Willen des Landes Hessen, etwas aus dem Museum zu machen. Wir wollen im selben Tempo in die selbe Richtung. In Wiesbaden habe ich ein sehr junges Team, das mit ähnlicher Experimentierlust ans Werk geht wie ich. Der Geist, der darin wohnt, lässt mich Gutes hoffen“, freut sich Klar.

Dr. Klar tritt sein neues Amt in bereits am Montag offiziell an, wird aber im November noch zwischen Hagen und Wiesbaden pendeln.

Für das Emil-Schumacher-Museum entsteht mit dem Weggang von Alexander Klar eine schmerzliche Lücke - besonders im Hinblick auf das Jahr 2012. Dann wollte Klar eigentlich den 100. Geburtstag des bedeutenden Hagener Malers mit einer großen internationalen Ausstellungskampagne feiern.

 
 

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