Modernisierung beginnt 2019

Der Hohenlimburger Bahnhof soll im Jahr 2019 modernisiert werden.
Der Hohenlimburger Bahnhof soll im Jahr 2019 modernisiert werden.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Die vom Land Nordrhein-Westfalen, dem Bund und der Bahn initiierte Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) wird Hohenlimburg im Jahr 2019 erreichen. „Die geplante Bauzeit beträgt dann voraussichtlich 18 Monate.“ Das teilte eine Sprecherin des Regionalbüros Düsseldorf der Deutschen Bahn jetzt auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Dann soll der Mittelbahnsteig auf einer Länge von ca. 170 Metern auf 76 Zentimeter erhöht werden, um den Fahrgästen ein leichteres Aus- und Einsteigen zu ermöglichen. Gleichzeitig werden die Wetterschutzhäuschen neu gebaut, die Personenunterführung modernisiert und zwei Aufzüge erstellt, damit Menschen mit Handicap und Männer oder Frauen, die mit einem Kinderwagen, mit Fahrrädern oder E-Bikes den Mittelbahnsteig erreichen wollen, nicht mehr auf die tatkräftige Unterstützung von anderen Reisenden angewiesen sind, sondern unproblematisch zum Mittelbahnsteig gelangen können. Oder umgekehrt.

Rund 3,2 Millionen Euro sollen in die Modernisierung des Bahnsteiges investiert werden, die vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, vom Land NRW und von der Deutschen Bahn gestemmt werden.

Im Zuge der aktuellen Modernisierungsoffensive 2 werden, so das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, 117 Stationen im Land ertüchtigt. Dabei war MOF 2 zunächst an Hohenlimburg vorbeigerauscht. Ursprünglich betraf diese Fördermaßname 108 Bahnhöfe. Im Jahr 2013 wurde diese durch den Austausch von Maßnahmen auf 111 erweitert. Durch Einsparungen konnte MOF 2 dann jedoch auf insgesamt 117 Bahnhöfe erhöht werden.

Bürgerverein zunächst enttäuscht

Darauf baute damals auch der Bürgerverein Wesselbach, der sich bereits seit 1995 für eine Barrierefreiheit des Hohenlimburger Bahnhofes eingesetzt und durch eine Petition an den Landtag NRW am 21. Februar 2013 einen Ortstermin in Hohenlimburg herbeiführt hat.

In fundierten Gesprächen wurde dabei die Notwendigkeit der Barrierefreiheit deutlich gemacht. Unterstützung erhielt der Bürgerverein dabei von den beiden Hagener Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg (SPD) und Ulrich Alda (FDP).

Deshalb war die Enttäuschung groß, als im Juni 2014 die Bahn mitteilte, dass der Bahnhof Hohenlimburg auf Rang 7 der Nachrückerliste liege und deshalb nicht in die Förderung komme, weil die Liste nur bis Platz 6 greifen werde.

Waren die Hoffnungen des Bürgervereins damit endgültig geplatzt? Mussten diese deshalb auf die bereits avisierte Modernisierungsoffensive 3 gesetzt werden?

Doch es sollte nur wenige Monate später, und zwar im Oktober 2014, ganz anders kommen. Da verkündete die Deutsche Bahn nämlich, dass der Hagener Hauptbahnhof mit einem Investitionsvolumen von fast 32 Millionen Euro saniert werde. Das hatte aber zur Folge, dass dieser von der MOF-2-Liste genommen wurde. Dadurch standen dann urplötzlich Finanzmittel für ein anderes Projekt zur Verfügung: und zwar für den Bahnhof Hohenlimburg.

Planungen sind angelaufen

Deshalb beginnen aktuell die ersten Vorplanungen. Wo werden die Aufzüge sinnvoll angebracht, damit die Bahnkunden diese unproblematisch nutzen können? Nach Informationen dieser Zeitung müssen dazu ein oder zwei Parkplätze des Nahversorgungszentrums in Anspruch genommen werden. Erste Gespräche sind bereits erfolgt.

 
 

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