Mitgliederzahl stieg erfreulich an

Hagen..  Seit Jahren kämpft die IG Metall in Hagen vehement gegen Leiharbeit. So setzt sich für ein Verbot ein, zumindest aber dafür, dass für „gleiche Arbeit gleicher Lohn“ gezahlt werden muss. Kein Wunder, dass der 1. Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Hagen, Hubert Rosenthal, auf der Delegiertenversammlung voller Freude das Urteil des Bundesarbeitsgerichts begrüßte.

Das Urteil, das den arbeitgebernahen christlichen Gewerkschaften die Tariffähigkeit abspricht, verpflichtet die Verleihfirmen erheblich höhere Löhne als bisher zu zahlen, nämlich die gleichen, die die zum ausleihenden Unternehmen gehörigen Arbeitnehmer erhalten.

Rosenthal sieht die Forderung der Gewerkschaft, gleichen Lohn für gleiche Arbeit wie in der Stahlindustrie auch für den Metallbereich tarifvertraglich zu vereinbaren, nach dem Urteil als realistisch und durchsetzbar an. Er geht davon aus dass diese Forderung Bestandteil der Tarifverhandlungen in diesem Jahr sein wird. Um die Ernsthaftigkeit dieser Forderung zu unterstreichen, soll es während der Bundestagsdiskussion zu diesem Thema am 24. Februar Aktionen in den Betrieben kommen, in denen Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter beschäftigt sind.

Kann die Gewerkschaft hier einen erfreulichen Erfolg feiern, so muss sie auch einen erheblichen Verlust beklagen. Das Opel-Autohaus van Eupen hat seine Hagener Niederlassung geschlossen. Nur mit einem erheblichen Kraftakt sei es möglich gewesen, für die betroffenen 38 Beschäftigten wenigstens einen Sozialplan und die auf sechs bis zwölf Monate begrenzte Übernahme in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme zu erreichen.

Ihr Ziel, im vergangenen Jahr 367 neue Mitglieder zu gewinnen, hat die Verwaltungsstelle der IG Metall Hagen, zu der auch Wetter und Schwerte gehören, weit überschritten. 472 Neuaufnahmen führten dazu, dass die Mitgliederzahl Ende 2010 bei 15021 lag. In diesem Monat konnten in 17 Betrieben bereits 80 neue Mitglieder gewonnen werden.

 
 

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