Millionensegen für Hagen dank des Aufschwungs

Der Stadtkämmerer rechnet 2010 mit Einnahmen von 68 Millionen Euro aus dem Gewerbesteueraufkommen
Der Stadtkämmerer rechnet 2010 mit Einnahmen von 68 Millionen Euro aus dem Gewerbesteueraufkommen
Foto: imago stock&people wnm

Hagen.. Der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung wirkt sich auch positiv auf die Finanzsituation der Stadt Hagen aus. Die Kämmerei rechnet mit sieben Millionen Euro Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer.

Angesichts der dramatischen Schieflage des städtischen Haushalts sind die rund sieben Millionen Euro, die 2010 als „Bonus“ in die städtische Kasse fließen, freilich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Haushaltsplan 2010 geht von einem Jahresdefizit, der Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben, in Höhe von 160 Millionen Euro aus.

Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann rechnet in diesem Jahr mit Einnahmen in Höhe von 68 Millionen Euro aus dem Gewerbesteueraufkommen. Bei der Einbringung des Haushalts war die Kämmerei noch von Einnahmen von 61 Millionen Euro ausgegangen – damit liegen die Einnahmen um etwa zehn Prozent über den Erwartungen.

Die wirtschaftliche Erholung hat die Einkünfte der Stadt Hagen aus der wichtigsten Steuer für Kommunen indes nicht auf das Niveau vor der Weltwirtschaftskrise gehoben. 2008 flossen noch 84,1 Millionen Euro in das Hagener Stadtsäckel. Damals lag der Gewerbesteuerhebesatz noch bei 450 Prozentpunkten.

Erhöhung des Hebesatzes

2009 hatte die Stadt Hagen den Hebesatz auf 465 Prozentpunkte angehoben und dadurch mit Mehreinnahmen von rund drei Millionen Euro kalkuliert. Doch der konjunkturelle Abschwung ließ die Einnahmen 2009 um 12 Millionen Euro auf nur noch 61,9 Millionen Euro einbrechen.

Angesichts der finanziellen Situation der Stadt wird im Sparpaket vorgeschlagen, den Hebesatz ab 1. Januar 2011 von jetzt 465 auf 490 Prozentpunkte anzuheben. Kalkuliert wird dann mit durchschnittlichen jährlichen Mehreinnahmen in Höhe von etwa fünf Millionen Euro, so Berechnungen aus dem Rathaus

„Die Einnahmesituation der vergangenen Jahre“, so Stadtsprecher Karsten Thilo Raab, „zeigt, dass die Gewerbesteuer großen Schwankungen unterliegt. Es ist schwierig damit zu kalkulieren.“

 
 

EURE FAVORITEN