Millionen-Investitionen in das Hagener Marien-Hospital

Das leergezogene St.-Marien-Hospital hat wieder eine Zukunft.
Das leergezogene St.-Marien-Hospital hat wieder eine Zukunft.
Foto: Michael Kleinrensing
  • Das St.-Marien-Hospital in Hagen ist verkauft worden
  • Der Immobilienkaufmann Udo Krollmann konnte sich in dem Bieterverfahren durchsetzen
  • Der 69-Jährige möchte 12 bis 15 Millionen Euro in das Objekt investieren
  • Das St.-Marien-Hospital in Hagen ist verkauft worden
  • Der Immobilienkaufmann Udo Krollmann konnte sich in dem Bieterverfahren durchsetzen
  • Der 69-Jährige möchte 12 bis 15 Millionen Euro in das Objekt investieren

Hagen. Ein passenderes Datum für den Verkauf des Hagener St.-Marien-Hospitals hätte selbst Papst Franziskus kaum ersinnen können: Ausgerechnet an Allerheiligen wurde der Kontrakt in Berlin beurkundet und das prominente Innenstadt-Objekt an den Immobilien-Kaufmann Udo Krollmann übereignet. Die offizielle Übergabe erfolgt zum 1. Januar 2017.

Immobilien-Kaufmann hat bewegte Vergangenheit in Hagen

Den durchaus schillernden Geschäftsmann („Ich habe eine bewegte Vergangenheit in Hagen“) zog es 2003 in die Bundeshauptstadt, von wo aus er mit Millionengeschäften – unter anderem mit Sozialimmobilien – bundesweit erfolgreich expandierte. Inzwischen richtet sich das Interesse des 69-Jährigen immer häufiger wieder auf seine alte Heimat. Neben dem ehemaligen Enervie-Hauptverwaltungsgebäude an der Körnerstraße, wo Krollmann die Immobilienniederlassung West seiner Unternehmensgruppe etabliert hat, zählen an der Volme auch schon die einstige Commerzbank-Filiale an der Bahnhofstraße sowie die Feuervogel- (Bahnhofstraße) und Alt-Nürnberg-Objekte (Rathausstraße) zu seinem Besitz.

„Das Marien-Hospital ist eine sehr interessante Immobilie, die ich nicht ausschließlich nach Renditegesichtspunkten erworben haben“, erläutert Krollmann sein Engagement in dem Bieterverfahren. „Es macht mir durchaus auch Freude, mich der Schönheit der Immobilie zu widmen.“ Zumal er mit dem Bau aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts durchaus persönliche Erinnerungen verbindet: „Ich war nebenan im Kindergarten und habe in St. Marien einige Zeit als Messdiener verbracht.“

Pläne mit Stadt abstimmen

Mit welcher Strategie er die etwa 15 500 Hospital-Quadratmeter nutzen möchte, lässt Krollmann, der sich darüber mit OB Erik O. Schulz und Baudezernent Thomas Grothe abstimmen möchte, aktuell noch offen. Er denkt an einen Mix aus Ärzte- und Therapiehaus in Kombination mit generationsübergreifenden Wohnkonzepten. Selbst eine Art Jugendhotel hält er für denkbar. „Zusammen mit meinen Architekten und Designern würde ich mich freuen, wenn das Haus optisch eine Attraktion wird.“ Angesichts der soliden Bausubstanz gehe es vor allem darum, gestalterisch und energetisch zu investieren. 12 bis 15 Millionen Euro will Krollmann dafür in die Hand nehmen.

 
 

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