Messprobleme

Die Messung von Feinstaub PM10 ist eine messtechnische Herausforderung. Das Problem besteht darin, dass Feinstaub chemisch nicht einheitlich zusammengesetzt ist wie andere Luftverunreinigungen wie zum Beispiel Ozon, Stickstoffdioxid oder Schwefeldioxid.

Er setzt sich aus vielen chemischen Stoffen wie Kohlenstoffverbindungen, Nitraten, Sulfaten und Ammoniumverbindungen, Siliziumverbindungen und Wasser zusammen.

Diese Stoffe haben sehr unterschiedliche chemische und physikalische Eigenschaften, was die Messung schwierig macht.

Die genaue Methode (Referenzverfahren) besteht darin, den Feinstaub auf einem Filter zu sammeln und anschließend im Labor zu wiegen. Das Verfahren ist sehr aufwendig und in einer europäischen Norm genau beschrieben.

Luft macht vor Grenzen nicht halt. Europaweit einheitliche Regelungen sind daher notwendig. Mit der EU-Luftqualitäts-Rahmenrichtlinie hat die Europäische Union 1996 hierfür eine neue Grundlage geschaffen. Einzelbestimmungen für wichtige Schadstoffe und Immissionsgrenzwerte wurden in sogenannten Tochterrichtlinien festgelegt.

Die Bewertung von Immissionen krebserzeugender Stoffe stellt ein besonderes Problem dar, da aus medizinischer Sicht eine Unbedenklichkeitsschwelle für derartige Stoffe nicht angegeben werden kann.Quelle: Lanuv