Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer

Die Enneper Straße erhält ab 2018 ein neues Gesicht.
Die Enneper Straße erhält ab 2018 ein neues Gesicht.
Foto: WP Michael Kleinrensing
  • Die Enneper Straße erhält an der Stadtgrenze zu Gevelsberg ein neues Gesicht
  • Die Fahrbahnen werden ein wenig schmaler, dafür entsteht mehr Raum für Radfahrer
  • An den Kosten von 3,8 Millionen Euro sind die Anwohner mit 450 000 Euro beteiligt

Haspe.. Die Gevelsberger haben es in den vergangenen Monaten zwischen der Stadtgrenze zu Haspe und ihrer eigenen Mitte eindrucksvoll vorgemacht: Moderne Vorstadtstraßen müssen nicht hässlich sei, selbst wenn es sich um Hauptverkehrsachsen wie die ehemalige B7, heute Landesstraße 700, handelt. Diesem Beispiel folgend, möchte die Stadt Hagen auch die in die Jahre gekommene Enneper Straße zwischen der Stadtgrenze und der Straße „An der Wacht“ durch eine Komplettsanierung zeitgemäß gestalten. Die Anwohner sollen sich an den Gesamtkosten von 3,8 Millionen Euro mit gut 450.000 Euro (Kommunalabgabengesetz) beteiligen.

15.000 Fahrzeuge am Tag

Die Enneper Straße unterhalb der bröselnden Brandt-Brücken gehört mit etwa 15 000 Fahrzeugen pro Tag zu den meist belasteten Verkehrsadern im Stadtgebiet. Sie ist eine ausgewiesene Schwerlastverkehrsstrecke und gilt als Umleitungsalternative für die Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen Gevelsberg und Volmarstein. Allerdings ist der 800 Meter lange Streckenabschnitt nicht bloß in einem desolaten Zustand, sondern in weiten Teilen auch erheblich überdimensioniert. Angesichts der hohen Verkehrsbelastung ist es somit für Fußgänger häufig kaum möglich, die überbreiten Fahrbahnen sicher zu queren.

Daher sieht die aktuelle Planung jetzt vor, dass neben den bestehenden Ampelanlagen drei neue Mittelinseln entstehen. Außerdem sollen die Buslinien besser in den Straßenraum integriert werden, und die vier Haltepunkte in dem Zuge gleich barrierefrei umgestaltet werden. Die eigentliche Fahrbahn soll – abgesehen von gesonderten Abbiegespuren zum geplanten Fachmarktzentrum auf der Brandt-Brache – auf eine Breite von 3,25 Metern reduziert werden. Dadurch entsteht beispielsweise zwischen der Nordstraße und „An der Wacht“ zusätzlicher Raum für Längsparkstreifen, kleinere Grünbeete und Baumpflanzungen. Zumal hier auch die separate Rechtsabbiegerspur aus Fahrtrichtung Haspe verschwinden soll. Zwischen der Krefelder Straße und der Stadtgrenze weitet sich der Straßenraum sogar bis auf 30 Meter auf, so dass hier genügend Platz für eine zeitgemäßere Seitenbereichsgestaltung mit so genannten Blockpark-Inseln besteht, bei denen bis zu drei Pkw nebeneinander Raum finden.

Baustart Anfang 2018

Insgesamt sieht der Entwurf vor, dass 13 neue Bäume gepflanzt werden, 46 öffentliche Parkplätze entstehen und die abgespannten Leuchten durch 53 Straßenlaternen ersetzt werden. Die Bürgersteige mit einer Breite von etwa 2,50 Metern bieten genügend Raum und lassen dennoch ausreichend Platz, um daneben auch noch in beide Fahrtrichtungen eigene Radwege zu schaffen. Eine ähnliche Gestaltung wird aktuell gerade auf Gevelsberger Seite realisiert. Die städtische Planungsverwaltung geht davon aus, dass mit der Baumaßnahme Anfang 2018 begonnen werden kann. Die Umsetzung soll sich über 18 Monate hinziehen.

 
 

EURE FAVORITEN