„Kritik gehört zur Religion dazu. Das ist ganz normal“

Friedliches Nebeneinander: Ihr habt sicher mitbekommen, was vor acht Tagen in Paris geschehen ist. Terroristen hatten dort die Redaktion einer Zeitung gestürmt und einige Redakteure erschossen. Grund für diese böse Tat waren Karikaturen, die die Zeitung gedruckt hatte. Eine Karikatur ist eine meistens überspitzte und komische Zeichnung, die mit Übertreibungen oder manchmal auch mit Veralberungen auf bestimmte Zustände hinweisen will. Der Betrachter oder Leser bekommt Probleme auf diese Weise durch starke Übertreibungen vor Augen geführt. Die Zeitung „Charlie Hebdo“ hatte solche Karikaturen des Propheten Mohammed angefertigt.

Mohammed ist im Koran, in der Heiligen Schrift des Islams, die wichtigste Figur. Und viele Muslime fühlen sich durch diese Karikaturen verletzt oder beleidigt. Zu diesen Muslimen gehörten auch die Attentäter in Paris. Es gibt aber auch eine große Anzahl von Muslimen, denen die Karikaturen nicht gefallen hat, die deswegen aber niemals jemanden töten würden, weil sie die Pressefreiheit respektieren. Zu diesen Muslimen gehört auch Askin Demirhan, der Vorsitzende der Hagener Zentralmoschee. Er sagt: „Kritik gehört zur Religion dazu. Und so wie ich den Propheten Mohammed einschätze, hätte er über die Karikaturen gelacht.“ Das Schlimme sei, dass ganz viele Muslime wegen des Attentats jetzt wie Schuldige da stehen würden.

Foto: DPA

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