„Königsweg noch nicht gefunden“

Volker Bremshey
Das weit über Hohenlimburg hinaus bekannte Häuserensemble "Klein Venedig" soll wertvoller Bestandteil des Lenneradweges werden.
Das weit über Hohenlimburg hinaus bekannte Häuserensemble "Klein Venedig" soll wertvoller Bestandteil des Lenneradweges werden.
Foto: WP

Hohenlimburg.  Die Verwaltungs-„Ampel“ für die weiteren Planungen des Lenneradweges stehen im Rathaus aktuell auf „Rot“. Das heißt, dass die Fortschreibung dieses Projektes aufgrund fehlender Personalressourcen derzeit nicht bearbeitet werden. So zumindest steht es im Arbeitsprogramm des Fachbereiches Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Hagen. „Das ist aber nicht der Fall“, versicherte gestern Karsten-Thilo Raab vom Presseamt der Stadt auf Anfrage. „Trotz der eigentlichen Zurückstufung des Lenneradweges sind die Mitarbeiter der Fachabteilung vor wenigen Tagen noch in Oege vor Ort gewesen und haben sich informiert. Ein Königsweg der Planungen ist jedoch noch nicht gefunden.“

Lenneroute ist 142 Kilometer lang

Der Lückenschluss des 142 Kilometer langen Radweges (Lenneroute) zwischen Winterberg und Hagen, wo dieser an den Ruhrtalwanderweg anknüpft, wird somit an der Stadtgrenze von Letmathe zu Hohenlimburg fortgesetzt.

Sicherlich zur Freude und zur Erleichterung der (Freizeit-)Radsportler. Wie Eberhard Schwestka. Der Oeger hatte bereits im Sommer des vergangenen Jahres in Zusammenarbeit mit Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg) die Initiative ergriffen und versucht, den gegenwärtig starken Rückwind aus Letmathe zu nutzen und den bislang nicht ausgebauten Radweg von der Stadtgrenze in Oege bis in die Innenstadt zu optimieren.

Denn in der Nachbarstadt ist im Zuge der Neugestaltung des Lennedammes viel Geld in die Hand genommen worden, um damit u.a. auch den Lennerouten-Radweg auf Iserlohner Terrain sicherer und somit attraktiver zu gestalten.

Deshalb hatte bereits die Bezirksvertretung Hohenlimburg in der Sitzung vom 7. November 2015 einstimmig beschlossen, dass auch die Hagener Verwaltung eine Radweg-Optimierung entwickeln und dabei prüfen möge, ob Finanzmittel aus überörtlichen Fördertöpfen für diese Maßnahme generiert werden können.

In einem Sachstandsbericht hat die Verwaltung zwischenzeitlich zwei Routen dargestellt, um den Lückenschluss zu garantieren. Eine Hauptroute (Oeger Straße, Oststraße, Feldstraße, Oeger Straße, Mühlenbergstraße) und eine Alternativstrecke entlang des Hoesch-Federnwerkes bis zur Lennebrücke am Bahnübergang Grote. Entlang somit an Klein-Venedig und über die Isenbergstraße. Und danach über die zukünftige Boeing-Brücke bis zur Innenstadt.

Welche Variante auch immer ziehen wird: Der sich anschließende Gehweg entlang der Oeger Straße in Richtung Letmathe könnte nach einer Oberflächensanierung asphaltiert und als sogenannter „anderer Radweg“ markiert und genutzt werden. Wann das passieren kann, steht, so Karsten-Thilo Raab gestern, noch in den Sternen.