Klare Mehrheit für Fortbestand der Realschule

Hagen..  Der Schulausschuss sprach sich gestern mit großer Mehrheit dafür aus, den Elternwillen in Haspe zu respektieren und die dortige Realschule nach zwei Jahren wieder zum Anmeldeverfahren zuzulassen. Auch die Hauptschule in Boelerheide, die ebenfalls seit 2014 keine Fünftklässler aufnehmen durfte, soll nicht geschlossen werden, sondern als zweite Hauptschule neben der Ernst-Eversbusch-Schule in Haspe bestehen bleiben.

Trotz des eindeutigen Votums schienen die Redner aller Fraktionen nicht so ganz glücklich mit dem Ergebnis zu sein, bedeutet es doch eine Abkehr von der einstigen Absicht, in Hagen alle Haupt- und Realschulen zugunsten von Sekundarschulen aufzugeben. „Doch mir haben viele Eltern klar gemacht, dass sie weiterhin das differenzierte Schulsystem wollen“, berichtete Ausschuss-Vorsitzende Ellen Neuhaus: „Hätten die Realschule Haspe und die Hauptschule Boelerheide nicht aussetzen müssen, wären an den Sekundarschulen Remberg und Altenhagen gar nicht genügend Anmeldungen zustande gekommen.“

Derzeit neun Klassen

Auch Friedrich-Wilhelm-Geiersbach (SPD) nannte die Entwicklung bedauerlich, gleichwohl gebe es angesichts des Elternwillens keine andere Möglichkeit als für den Fortbestand der Realschule zu stimmen. Die Grünen scheiterten mit dem Antrag, die Realschule bestehen zu lassen, aber die Eversbusch-Schule auslaufend zu schließen.

An der Hasper Realschule gibt es derzeit lediglich neun Klassen mit 250 Schülern vom siebten bis zehnten Schuljahr. Um bestehen zu bleiben, benötigt die Schule in diesem Jahr 52 Neuanmeldungen.

 
 

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