Kalt, aber erfrischend

Die hagener Freibäder fanden am Freitag regen Zuspruch.
Die hagener Freibäder fanden am Freitag regen Zuspruch.
Foto: WP
30 Grad, blauer Himmel, Sonne pur. Die Freibadsaison erlebte gestern auch in Hagen ihr erstes Hoch. Vor allem Schüler kamen die hohen Temperaturen gelegen.

Hagen.. 30 Grad, blauer Himmel, Sonne pur. Die Freibadsaison erlebte gestern auch in Hagen ihr erstes Hoch. Vor allem den Schülern kamen die hohen Temperaturen sehr gelegen. Statt in der Schule zu schwitzen, machten sich die jungen Hagener auf den Weg in die heimischen Freibäder. Um dort ordentlich Sonne zu tanken und sich im Wasser abzukühlen. Der Andrang war - dem Wetter angemessen - sehr hoch. Laut Angaben vom Hagenbad kamen gestern bis 15 Uhr 1800 Besucher auf die Hestert, und rund 1500 zum Hengstey-Bad. Und statt bis 19 Uhr durften sich die Besucher bis 20 Uhr in den Freibädern aufhalten.

Auch im Freibad wird gelernt

„Bei diesen Temperaturen mache ich doch nichts anderes als auf der faulen Haut zu liegen“, erzählte Jennifer Müller (17) vom Theodor-Heuss-Gymnasium, die gemeinsam mit Matthias Zimny (16) das Hestert-Freibad aufsuchte. „30 Grad, dieses geile Wetter muss man einfach genießen“, ergänzte Zimny. Den Schulalltag konnte der Hildegardis-Schüler allerdings nicht komplett an die Seite schieben. Nächste Woche steht eine Biologie-Klausur an. „Und dafür muss ich lernen. Auch hier im Freibad.“

Dieses Schicksal teilte er mit Jan Wiggershaus. Der 21-jährige Auszubildende hatte ebenfalls die Lern-Unterlagen mit in die Hestert gebracht, demnächst steht seine Prüfung an. „Dafür muss ich heute ein bisschen was tun.“ Es hinderte ihn aber nicht daran, ab und zu ins kalte Wasser zu hüpfen. Den Sprung ins kühle Blau hatten Max Keim (22) und Anna Schlömer (22) schon hinter sich. „Das Wasser ist schon ziemlich kalt“, waren sich die beiden ehemaligen Fichte-Schüler einig, „aber wenn man länger drin bleibt, dann geht das schon.“ Den ganzen Tag wollten sie allerdings nicht bleiben: „Drei, vier Stunden.“ Das müsse für den ersten Badehosen-Tag in diesem Jahr reichen. Auch die beiden Käthe-Kollwitz-Schüler Pascal Weber (17) und Vivian Garlacz (16) brutzelten gut gelaunt in der Sonne im Hasper Erlebnisbad. „Den ersten Sonnenbrand habe ich schon“, erzählte Pascal, und Vivan ergänzte: „Wir wollen den ganzen Tag hier bleiben.“ Vor allem, um sich abzukühlen. „Das Wasser ist kalt, aber erfrischend.“

Keine großen Vorkommnisse

Erst ihren zweiten Tag hatte Bademeisterin Denise Markert im Freibad am Hengsteysee. Er ist ruhig verlaufen. „Es ist alles ganz entspannt. Es sind viele Schüler hier, passiert ist aber zum Glück nichts.“ Um kurz vor zwölf Uhr lag auch Julian Harras (19), der letztes Jahr sein Abitur an der Hilde gemacht hat, auf der Wiese im Hengstey-Bad. Eingecremt und die Sonnenbrille auf der Nase war der 19-Jährige allerdings nicht zum Abkühlen gekommen. „Ich will mich vor allem bräunen.“ Bei dem gestrigen Wetter war das kein Problem.

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