Jörg Schmidt am Ziel seiner Träume

Jörg Schmidt (Bildmitte) aus Hohenlimburg wurde deutscher Meister im Carrerabahn-Fahren.
Jörg Schmidt (Bildmitte) aus Hohenlimburg wurde deutscher Meister im Carrerabahn-Fahren.
Foto: privat
Jörg Schmidt hat in Stuttgart die Challange Tour 2016 in seiner Altersklasse gewonnen. Er ist am Ziel seiner Träume angelangt.

Hohenlimburg..  Diesen Erfolg hat er sich seit mehr als einem Dutzend Jahren erhofft, davon hat er möglicherweise auch schon einmal geträumt. Jetzt ist er für den Hohenlimburg Jörg Schmidt (50) Wirklichkeit geworden. Er hat nämlich in seiner Altersklasse (ab 18 Jahren) in Stuttgart das große Finale der Carrera-Challenge-Tour 2016 gewonnen und ist somit deutscher Meister. Schmidt hat dafür nicht nur einen Glaspokal erhalten. Er darf sich zusätzlich über einen attraktiven Hauptpreis freuen: eine Reise für zwei Personen in die PartAventura World in Spanien mit einem Besuch des Ferrari-Land.

Es war für den Hohenlimburger ein weiter Weg bis ins Finale, das für den Carrerabahn-Liebhaber und -Bastler so großartig endete.

Finale über 30 Runden

Mit drei Konkurrenten hatte er nach spannenden Vorläufen dieses Finale erreicht, das über 30 Runden auf einer fast 60 Meter langen Strecke führte. „Die Tagesform stimmt bei mir“, so Schmidt, der den Porsche 917 K nach 553 Sekunden über die Ziellinie brausen ließ und damit deutlich vor den Konkurrenten lag. „Meine schnellste Runde habe ich in 16,5 Sekunden gefahren.“

Mit diesem Triumph hat er sich für die Carrera-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr qualifiziert. Wo und wann diese ausgefahren wird, steht noch nicht fest.

Wie aber raste Jörg Schmidt zum Titel? Im Oktober hatte er sich zunächst bei einer Vorausscheidung auf dem Hockenheimring für das Finale in Stuttgart qualifiziert. In Hockenheim galt es 10 Runden auf Zeit zu fahren. Das machte Jörg Schmidt so perfekt, dass er jetzt zusammen mit den ebenfalls für die Endläufe qualifizierten Freunden Jörg Rehse (Gevelsberg) und Karsten Eck (Breckerfeld) den Wochenend-Trip nach Stuttgart antreten durfte.

Aus dem dortigen Teilnehmerfeld, das sich aus Fahrern aus dem gesamten Bundesgebiet zusammensetzte, qualifizierten sich die besten 16 für die weiteren Finalläufe.

Die Achtelfinal-Teilnehmer, zu denen dann auch Rehse und Eck zählten, mussten dann auf zwei unterschiedlichen Bahnen jeweils acht Runden fahren. Die Zeiten wurden addiert und somit das Feld der besten Acht ermittelt.

Im Viertelfinale ging es dann im K.O.-System gegeneinander. Nur die beiden besten Fahrer aus jedem Lauf über 10 Runden zogen ins Halbfinale ein. Schmidt raste auf den ersten Platz und hatte damit das beste Ergebnis erreicht, das er jemals bei einer deutschen Meisterschaft herausgefahren hatte. „Mein Ziel war es schon immer, einmal auf der großen Bahn zu fahren.“ Denn für das Halbfinale und das Finale wurden die beiden Pisten zusammengeschoben.

Platz zwei im Halbfinale

Auch im Halbfinale, das über 20 Runden lief, behielt der Hohenlimburger die Nerven und fuhr als Zweiter über die Ziellinie. Das Finale war somit erreicht, in dem er dann nicht mehr zu stoppen war. „Die Bahn lag mir, und die Autos lagen mir auch“, erzählt Schmidt rückblickend. Denn die Fahrzeuge wurden vom Veranstalter gestellt. In jedem Rennen gab es neue Porsche 917 K. Diese wurden aus den Originalverpackungen herausgenommen und dann an die Starter verteilt. Ebenso die Regler, mit denen die Mini-Porsche auf Touren gebracht werden mussten. „Dadurch hatte niemand einen Vorteil, weil er eigenes Material mitgebracht hat“, so Schmidt.

 

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