„Jede Sparte des Hauses hat eine Fan-Gemeinde“

Die neuen Mitarbeiter des Theaters.
Die neuen Mitarbeiter des Theaters.
Foto: Theater Hagen
  • Theater steht für neue Spielzeit parat
  • Neun neue Mitarbeiter
  • Nach Spardiskussionen soll nun Ruhe einkehren

Hagen-Mitte.. Es sei ein Spielplan von besonderer Qualität und Vielfalt, versprach Oberbürgermeister Erik O. Schulz bei der gestrigen Ensemblemitglieder-Begrüßung im Theater. Schließlich sei es ja auch eine besondere Spielzeit – die letzte am Hagener Haus nicht nur für Intendant Norbert Hilchenbach, sondern auch für Generalmusikdirektor Florian Ludwig.

Die Namen des neuen Intendanten bzw. neuen GMD gab Schulz jedoch nicht bekannt, „die Nachfolge ist noch nicht geregelt, aber wir sind auf gutem Wege“, blieb der OB sibyllinisch, ergänzte jedoch: „Die neue Leitung muss sich den Rahmenbedingungen des Ratsbeschlusses beugen.“

Er hoffe, die Dispute der letzten Monate um die Finanzierung des Theaters seien beendet, allerdings: „Politik will keine Kreativität dämpfen, doch die 2013 vom Rat beschlossenen Kürzungen sind die Antwort auf die demografischen Veränderungen und sind als langfristige Überlebensstrategie zu sehen.“

400 Veranstaltungen

Zehneinhalb Monate stehen der Theaterleitung, den Schauspielern, Sängern, Tänzern und vielen Mitarbeitern hinter den Kulissen bevor. 400 Veranstaltungen insgesamt – darunter 40 Premieren und Wiederaufnahmen auf der Hauptbühne und 25 Konzerte – bilden die zehnte und letzte Spielzeit Hilchenbachs, der seinen „ungebrochenen Kooperationswillen in puncto Wirtschaften“ unterstrich. Dennoch: „Theaterarbeit ist kein Job und keine Dienstleistung. Theaterarbeit ist mehr als Broterwerb.“

Von der politischen Stadtspitze forderte der intendant Planungssicherheit ab 2017, „in den dann kommenden fünf Jahren darf es fürs Haus keine neuen Sparbeschlüsse geben.“

Im Vorfeld hatte auch der OB unterstrichen, das Theater habe nach den stürmischen Spardiskussions-Monaten Ruhe und Kontinuität verdient: „Es wird im ,Konzern Stadt’ zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen, höchstens zu Umplatzierungen in einigen wenigen Bereichen.“

In diesem Jahr wurde nur eine kleine Zahl an neuen Mitgliedern präsentiert. Insgesamt neun Männer und Frauen (zwei Bundesfreiwilligendienstler, zwei Auszubildende im Bereich Veranstaltungstechnik, eine Jahrespraktikantin, eine Dramaturgin, eine Sopranistin, eine Chorsängerin und eine Damenscheiderin) sind ab sofort vor oder hinter dem Vorhang im Einsatz. Die neuen Kollegen wurden willkommen geheißen und ihnen wurde für die gute Entscheidung, ans Hagern Haus zu kommen, gratuliert.

170.000 Karten

Auch Peter Born, neuer Vorsitzender des Theaterfördervereins, versicherte den meist jungen Leuten, dass jede Sparte des Hauses eine Fan-Gemeinde habe. Born sprach im Namen des Theaterfördervereins, der Bürgerstiftung, der Ballettfreunde und der Volksbühne. „Die fördernden und unterstützenden Vereine haben insgesamt 500 Mitglieder“, rechnete Born vor. Sein Ziel für die kommenden Monate: „Wir wollen neue Mitglieder anwerben. Und wir wollen junge Leute gewinnen.“

170.000 Karten wurden in der vergangenen Spielzeit für Aufführungen im Theater bzw. für Konzerte in der Stadthalle verkauft. Ein im Vergleich zu Hagens Bevölkerungszahl (195.000 Einwohner) respektables Ergebnis, urteilten die Anwesenden. Born schlüsselte auf: „Die 170.000 Karten wurden von 60.000 Besuchern gekauft. Eine schönes Bekenntnis zum Haus.“

 
 

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