„Innenstadt ist ein Schmuckstück“

Nicole Pfefferer, Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen in Hagen, vor dem Eine-Welt-Laden
Nicole Pfefferer, Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen in Hagen, vor dem Eine-Welt-Laden
Foto: WP

Hohenlimburg..  Seit mehr als zehn Jahren wohnt sie mit ihrem Ehemann Christian in Elsey, nachdem es diesen als Hauptschullehrer beruflich vom Niederrhein nach Hohenlimburg verschlug. Seit 2010 hat sie wieder Spaß an „grüner Politik“ gefunden und ist aktuell Kreisvorsitzende und Sprecherin der „Grünen“ in Hagen. In Hohenlimburg ist es bislang eher ruhig um die Historikerin und Sprachwissenschaftlerin Nicole Pfefferer.

Frage: Warum tauchen die Grünen als Ortsverband in Hohenlimburg seit Jahren nicht mehr auf?

Nicole Pfefferer: Wir sind gegenwärtig eigentlich nur zwei aktive Mitglieder. Frank Steinwender, der ebenfalls in Hohenlimburg wohnt, und ich. Dazu gibt es rund ein halbes Dutzend passive Mitglieder. Wir haben früher Stammtisch-Veranstaltungen angeboten. Dazu ist niemand gekommen. Dann haben wir unsere Aktivitäten nach Hagen verlegt.

Aber Sie wollen beide für die Bezirksvertretung kandidieren. Wer kandidiert noch?

Wir haben unsere Liste für die Bezirksvertretung festgelegt. Ich werde als Spitzenkandidatin antreten. Frank Steinwender steht auf Listenplatz 2, dann folgen Sabine Thiel aus Halden, Yekta Yuildizli, Kati Gerber und mein Ehemann Christian Pfefferer.

Welche Chancen sehen Sie, in die Hohenlimburger Bezirksvertretung einzuziehen?

Wir müssen realistisch sein. Ein Platz wäre das normale Ergebnis. Es wäre toll, wenn es auch Frank Steinwender schaffen könnte.

Sie kandidieren auch für den Rat der Stadt Hagen. Die CDU und die SPD geben sich optimistisch, mit jeweils vier Kandidaten einziehen zu können. Hohenlimburg wäre an der Volme dann gut vertreten.

Ich stehe auf Listenplatz 3 für den Rat der Stadt. Das sollte reichen, so dass ich auch die Hohenlimburger Interessen dort vertreten kann. Gespannt bin ich auf den Ausgang im Wahlbezirk Elsey, wo Willi Strüwer, Mark Krippner, Frank Schmidt und Frank Steinwender aufeinandertreffen.

Zurück zu Hohenlimburg. Wie sehen Sie die Entwicklung der Innenstadt. Soll diese für den Autoverkehr geöffnet werden?

Ich kaufe sehr viel in der Buchhandlung Liffers ein. Dann bin ich immer entsetzt, wie tot diese Innenstadt ist. Die Grundstimmung ist mir insgesamt zu resignativ. Dabei ist diese Innenstadt total schön, mit den historischen Häusern sogar ein Schmuckstück. Wo gibt es so etwas Ähnliches? Wir müssen deshalb alle zur Innenstadt-Belebung beitragen. Ich halte allerdings nichts davon, die Innenstadt für den Autoverkehr zu öffnen.

Welche Ideen haben Sie denn dann?

Warum gelingt es nicht, die Kanustrecke als Alleinstellungsmerkmal in ein Marketing-Konzept für Hohenlimburg einzubeziehen? Ein weiterer Punkt ist der Radweg von Winterberg nach Hagen. Wir müssen deshalb die interkommunale Zusammenarbeit stärken. So mit der Nachbarstadt Iserlohn, in der gegenwärtig der Radweg ausgebaut wird.

Sie machen aktiv im Förderverein Lennebad mit und haben sich sogar in den Vorstand dieser Interessengemeinschaft wählen lassen. Im Rat der Stadt Hagen hat ihre Partei sich jedoch für ein Aus für das Lennebad ausgesprochen. Ist das nicht ein Widerspruch?

Ich habe an diesem Gründungsabend des Fördervereins in der Gaststätte Nordhoff betont, dass es meine persönliche Meinung ist, dass das Lennebad erhalten bleiben muss. Ich finde es wichtig, dass Hohenlimburger Schüler in Hohenlimburg schwimmen lernen. Es gibt in der Klasse 5 schon zu viele Mädchen und Jungen, die nicht schwimmen können.

Was machen Sie, wenn Sie sich nicht für „grüne Politik“ engagieren?

Das ist manchmal schon fast ein Vollzeitjob, der manchmal weit über die Kraft hinausgeht. Beruflich bin ich an der Universität Düsseldorf als Germanistin tätig. In meiner Freizeit interessiere ich mich sehr für Sport. So für den Fußballbundesligisten Werder Bremen. Das resultiert aus jener Zeit, als Rudi Völler noch für die Bremer stürmte und Otto Rehhagel auf der Trainerbank saß.

Vor Ort bin ich als ehemalige Handballerin, ich habe in meinem Heimatort in der Jugend des TV Aldekerk gespielt, von der HSG begeistert, insbesondere von der Damen-Mannschaft. In meiner Jugendzeit gab es keinen Damenfußball, wie es ihn heute gibt, deshalb habe ich damals Handball gespielt.

 
 

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