In Sachfragen das Gespräch suchen

1 Wie fällt Ihre bisherige Bilanz für das Hagener Jamaika-Bündnis aus?

Positiv. Wichtige Entscheidungen haben wir in der „Allianz der Vernunft“ gemeinsam verantwortlich getroffen und Erfolge für Hagen erzielt. So haben wir bei Personalentscheidungen im Rat, zum Beispiel bei der Wahl von Frau Kaufmann als Beigeordnete, eine Abkehr von der Parteibuchmentalität durchgesetzt. Und nicht zu vergessen, die Wahl von Erik O. Schulz zum Oberbürgermeister. Die Allianz hat sich in schwierigen Zeiten bewährt. Als ein Beispiel unter vielen möchte ich die Entscheidungen rund um die Enervie nennen. Wir leben eine an den Interessen Hagens ausgerichtete Gesprächskultur.

2 Was gab für Sie den Ausschlag, in die im Hintergrund laufenden GroKo-Gespräche überhaupt einzusteigen?

Es hat keine offiziellen Gespräche mit der SPD über eine großen Koalition gegeben. Allerdings versteht sich die „Allianz der Vernunft“ nicht als geschlossene Gesellschaft. Von Anfang an waren alle demokratischen Fraktionen eingeladen, sich an einer Verantwortungsgemeinschaft zu beteiligen. Und es liegt doch im Interesse der Stadt, dass die beiden größten Fraktionen in Sachfragen das Gespräch suchen. Es geht uns als CDU darum, dass wir uns nicht in parteipolitischen Wettbewerben verlieren, sondern unsere Kräfte für Hagens Zukunftsgestaltung einsetzen. Denn hier werden sie gebraucht.

3 Wie fällt Ihre Prognose aus: Wird es im Sommer 2016 ein Jamaika-Bündnis oder eine GroKo in Hagen geben?

Ich hoffe, dass es 2016 und auch in den Folgejahren eine Verantwortungsgemeinschaft, an der sich alle demokratischen Fraktionen beteiligen, geben wird. Die kommenden Entscheidungen, ich denke hier zum Beispiel an den Haushalt, die Zukunft der Enervie, Städtebauentwicklung, Wirtschaftsförderung, Kultur und Sport usw., zeigen, ob wir unserer Verantwortung auch weiterhin verlässlich und vertrauensvoll gerecht werden. Hier bin ich optimistisch – in Richtung der „Allianz der Vernunft“ und auch in Richtung der SPD. Mit unserem Leitbild „Hagen 2030 2.0“ wollen wir als CDU Hagens Zukunft gestalten, wir sind aber gleichzeitig offen für andere Kräfte aus der Allianz heraus oder der SPD, weil es um die Zukunft unserer Stadt geht. Und da erreichen wir für Hagen gemeinsam doch viel mehr als jeder von uns im Alleingang.

 
 

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