In fünf Jahren entsteht ein Auenwald

Volker Bremshey

Hohenlimburg.  Die Naturschutzsünden an der Lenne aus den 70er Jahren verändern! Das ist das Ziel von Stadtverwaltung und Naturschützern. Auf Hagener und auf Hohenlimburger Terrain soll deshalb die Lenne bis zum Jahr 2020 renaturiert und ein Auenwald angelegt werden.

Vor rund 40 Jahren war die Lenne in den heutigen Zustand versetzt worden. Dieser soll wieder zeitgemäß werden. Wie bekomme ich einen solchen Zustand hin? Das war die Kardinalfrage für die Mitarbeiter des Wirtschaftsbetriebes Hagen, der bereits mit der Planung und der Bauausführung beauftragt ist. Und zwar in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium in Arnsberg. „Die Lenne wird in Fließrichtung Hagen vor der Autobahnbrücke A 45 deutlich breiter“, beschrieb Martin Bleja (Stadt Hagen) die Planungen, „so wie die Ruhr bei Arnsberg,“

Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei rund 4,1 Mio. Euro. 90 Prozent werden vom Land NRW gefördert. Der Eigenanteil für die Stadt Hagen beträgt somit zehn Prozent, der, so die Verwaltung, bereits in den laufenden Haushalt eingestellt wurde.

Diese Maßnahme ist auch eine Folge der Erhöhung des genehmigten Stauziels an der Kanustrecke Wildwasserpark um 30 Zentimeter und dem damit verbundenen Ausbau der Strecke auf 256 Meter.

Fluss ins Bewusstsein rücken

Damit die Lenne zukünftig in voller Breite die Lenneauen nutzen kann, muss der Fuß- und Radweg verlegt werden. Dafür plant die Stadt rund 576 000 Euro ein, muss davon als Eigenanteil zehn Prozent finanzieren. Das hat aber den Vorteil, dass sich in diesem Streckenabschnitt Fußgänger und Radfahrer nicht mehr in die Quere kommen. Parallel zum Radweg, der nach der Wunschvorstellung der Fachverwaltung 3,50 Meter breit werden soll, soll nämlich ein Fußweg angelegt werden. Der dann verlegte Radweg soll die Radfahrer näher an die umgestaltete Lenne heranführen und diese stärker ins Bewusstsein rücken.