Illegal Müll am „Rolloch 1“ entsorgt

Verschmutzungen an den Klippen von Rolloch 1
Verschmutzungen an den Klippen von Rolloch 1
Foto: WP

Hohenlimburg..  Das ehemalige Kalkstein-Abbaugebiet „Rolloch 1“ wurde bereits vor Jahren zur Renaturierung freigegeben und erholte sich derart schnell, dass dort heute eine seltene Tier- und Pflanzenwelt bewundert werden kann. Anlässlich der außergewöhnlichen Ökologie wurde dieses Areal zu einem Naturschutzgebiet erklärt.

Dies scheint für einige Bürger jedoch kein Hindernis zu sein, ihren Müll auf dem ehemaligen Steinbruchgelände zu entsorgen.

Müllsünder kamen zu Fuß

Etliche Müllsäcke, Bauschutt und Holzreste wurden dort die steilen Hänge hinunter geworfen, so dass der Unrat zum Teil bis auf den Grund von „Rolloch 1“ purzelte. Angesichts der verwitterten Spuren auf einigen Müllresten, hat dieses Vorgehen in einer kaum einsehbaren Ecke des Areals offenbar Methode.

Die Umweltsünder haben sich zu Fuß auf den Weg dorthin begeben, denn Reifenspuren konnten Dr. Christian Lange, Geschäftsführer der Hohenlimburger Kalkwerke, sowie Franz Heist, erster Vorsitzender des angrenzenden Kleingartenvereins „Auf der Heide“, bei einem Ortstermin am Donnerstagnachmittag nicht ausfindig machen.

Gemeinsame Aufräumaktion

Da der Kleingartenverein unmittelbar an den ehemaligen Bruch angrenzt, liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei den Abfällen um Überreste aus einem der Kleingärten handeln könnte.

„Ich hoffe nicht, dass es so ist. Wir werden das bei der nächsten Sitzung auf jeden Fall thematisieren“, versicherte Heist.

Dr. Christian Lange betonte, dass ihm sehr daran gelegen sei, das Naturschutzgebiet schnellstmöglich von dem Unrat zu befreien.

„Es gibt in diesem Gebiet Tierarten, die man im gesamten Hagener Raum nirgendwo findet. Daher wollen wir, dass es hier ordentlich bleibt“, betonte Dr. Christian Lange.

Franz Heist und Dr. Christian Lange verständigten sich bereits darauf, in den kommenden Tagen eine gemeinsame Reinigungsaktion durchzuführen. Weil die Klippen dort zum Teil schwer zugänglich sind, wird diese mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen erfolgen müssen.

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