IG Metall Hagen - Leiharbeit auf Mindestmaß reduzieren

Foto: WR Richard Holtschmidt
Die Hagener IG Metall steht zu der Kampagne „Gleiche Arbeit – gleicher Lohn“ gegen Leiharbeit - trotz massivem Gegenwind aus dem Lager der Arbeitgeber. Das machten die Delegierten auf ihrer Versammlung in Haspe klar.

Hagen.. Das Ziel, die Leiharbeit auf die notwendigen Einsätze zu beschränken sowie ihre Entlohnung und die Arbeitsbedingungen denen der fest angestellten Mitarbeiter in den ausleihenden Firmen anzupassen, bleibe wesentlicher Bestandteil der Tarifforderungen in der Metall- und Elektroindustrie. Um dieses Ziel durchzusetzen, sei die Kampagne unverzichtbar.

Auch die weiteren Forderungen der Tarifverhandlungen nach 6,5 Prozent mehr Lohn und eine unbefristete Übernahme der Auszubildenden wurden von den Delegierten einhellig unterstützt. Wenn es bis zum 30. April bei den drei Gesprächsterminen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern nicht zu einem Ergebnis komme, könne bereits am 3. Mai mit Warnstreiks gerechnet werden.

Bei seinem Rückblick auf die letzten vier Jahre hob der 1. Bevollmächtigte Hubert Rosenthal als besonders erfreulich hervor, dass die beiden Unternehmen Prevent TWB und Theis die drohende Insolvenz überwinden und die Produktion fortführen konnten. Insgesamt sei die Lage im Bereich der Verwaltungsstelle Hagen, zu der auch Wetter und Schwerte gehören, positiv zu beurteilen. So seien die Kaltwalz-Unternehmen gut ausgelastet. Allerdings habe aktuell auch ein Betrieb Kurzarbeit angemeldet.

Gewerkschaft will gegen Rechtsradikalismus kämpfen

Einen Schwerpunkt in der gewerkschaftlichen Arbeit bildet der Kampf gegen den Rechtsradikalismus. Empört reagierten die Delegierten auf die Auszeichnung eines Rechtsradikalen durch einen Aachener Karnevalsverein. Damit die Gefahr des Faschismus nicht in Vergessenheit gerät, werden vier jugendliche Metaller nach Auschwitz fahren, um in der Gedenkstätte einen Eindruck von den Verbrechen der Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern zu bekommen.

Bei den Neuwahlen zum Ortsvorstand, der über 15.000 Gewerkschafter (allein in diesem Jahr konnten bereits 121 Neuaufnahmen verzeichnet werden) vertritt, wurde Hubert Rosenthal für die Wahlperiode bis 2015 wieder mit überwältigender Mehrheit zum 1. Bevollmächtigten gewählt. Ebenso im Amt als 2. Bevollmächtigter wurde Udo Lauschinski bestätigt. Als Beisitzer wurden Josef Berger, Ingrid Büttner, Yvonne Eisenblätter, Michael Geitebrügge, Horst Kösling, Oliver Möscheid, Jens Mütze, Reinhard Pilk, Sabine Plath, Johanna Raptis, Wolfgang Sammet, Admir Smaylovic und Elmar Weber gewählt.

 
 

EURE FAVORITEN