Hohenlimburger wirft den Rettungsring

Volker Bremshey und Christian Rasche
Dominik Homberger entwarf in mühevoller Kleinarbeit eine Internetseite, die zum Erhalt des Hallenbades beitragen soll. Hier einer der maßstabsgetreuen Entwürfe.
Dominik Homberger entwarf in mühevoller Kleinarbeit eine Internetseite, die zum Erhalt des Hallenbades beitragen soll. Hier einer der maßstabsgetreuen Entwürfe.
Foto: WP

Hohenlimburg.  Es ist ein außergewöhnliches Projekt, das der 22-jährige Dominik Homberger auf die Beine gestellt hat. Mit seiner Internetseite www.rettungsring-lennebad.de ergreift der Hohenlimburger Initiative, um das Hallenbad zu retten.

Im Februar 2010 haben die Arbeiten an der Seite begonnen, die ursprünglich für den Koenigsee geplant war. Nach mehreren Arbeitsstunden, reifte jedoch die Idee, sich dem Hallenbad zu widmen.

Gesagt, getan: Am 1. Januar 2011 ging die Seite online. In mühevoller Kleinarbeit erstellte der 22-Jährige maßstabsgetreue, digitale 3D-Modelle des Hallenbades, versah diese mit einer Vielzahl von kleinen Wegpunkten, die allesamt mit Erklärungen ergänzt wurden. „Ich bin noch nicht ganz fertig, aber es ist bisher schon eine Menge Arbeit gewesen, die sich gelohnt hat“, strahlt Homberger stolz.

Vom Engagement begeistert

Auch Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss ist von dem Engagement begeistert. „Wir werden in der Bezirksvertretung darüber reden, ob und wie wir die Arbeit von Herrn Homberger nutzen können. Für das Hallenbad und die Hagenbad GmbH ist das eine große Werbung“, so Voss, der sich über den aktuellen Zuwachs von Badegästen sehr freut. „Wir haben stündlich rund 30 Prozent mehr Badegäste als im Vorjahr“, so der Bezirksbürgermeister, dem das Hallenbad sehr am Herzen liegt.

Auch Hagenbad-Pressesprecher Dirk Thorbow würdigt den Einsatz von Homberger. „Der hat wirklich viel Arbeit in diese Seite gepackt. Diese ist nett und gut gemacht und ein echter Appell an die Bevölkerung, das Lennebad zu nutzen.“ Deshalb regte er sogar an, dass Vertreter von Hagenbad sich mit dem Hohenlimburger mal zusammensetzen und austauschen und auf kleinere Fehler hinweisen. „Die Solarien gibt es nicht mehr“, ergänzte Thorbow.

Problem der Schlüssel

Ferner macht Dominik Homberger auf einige Probleme aufmerksam, die es zu beheben gelte. Das Problem, dass ständig Schlüssel verschwinden und die Schränke für die Garderobe nicht mehr zu öffnen sind, ist den Hagenbad-Verantwortlichen bewusst. Hier soll Abhilfe geschaffen werden. Das Problem ist, dass die Schlüssel gegenwärtig noch bei den Schwimmmeistern erworben werden und so mancher Schwimmer, wenn er sich nach dem Badevergnügen wieder auf den Heimweg macht, diesen in die Tasche steckt und nach Hause geht. „Das passiert sicherlich nicht in böser Absicht. Das ist Gedankenlosigkeit und Vergesslichkeit“, so Dirk Thorbow. Deshalb sollen die Schränke technisch umgerüstet und auf Münzbetrieb umgestellt werden. Wer seinen Schrank vor dem Schwimmen abschließen möchte, muss diesen durch eine Euro-Münze zunächst entsperren, um den Schrank dann zu verriegeln.

Nach dem Schwimmen erhält er, wenn er den Schlüssel in das Schloss des Schrankes steckt, um diesen wieder zu öffnen, seine Münze zurück. Ein einfaches, aber zweckmäßiges Prinzip.

Seite wird gut geklickt

Ob die Arbeit des 22-Jährigen tatsächlich als symbolischer „Rettungsring“ zu sehen ist, bleibt nun abzuwarten. Für Homberger steht jedoch eines ganz fest. Ohne die Vereine geht es nicht. „Den Rettungsring machen dabei die Vereine aus. Bei denen kann man für wenig Geld schwimmen lernen und das direkt vor Ort“, ist sich der Hohenlimburger sicher.

Interesse hat die Internetseite bereits geweckt. Bis zum heutigen Tag haben 340 Internetnutzer die Seite angeklickt.