„Hallen-Bau extrem schwierig“

1 Wie stehen Sie zum Bau einer neuen Sporthalle am Ischeland?

Herkelmann: Ich halte ein solches Projekt aufgrund der Genehmigungslage und der Nähe zur Wohnbebauung für extrem schwierig. Wir haben schon jetzt in der Enervie-Arena die Auflage, dass unsere Heimspiele frühestens um 17 und spätestens um 19 Uhr beginnen dürfen. Allerdings sind pro Jahr zehn Ausnahmen erlaubt.

2 Und was ist mit einem anderen Standort, etwa der Varta-Insel?

Zunächst einmal müsste doch geklärt werden, wer denn eine solche Halle finanzieren soll. Phoenix kann das sicherlich nicht stemmen. Grundsätzlich wäre die Varta-Insel, u.a. aufgrund ihrer Bahnhofsnähe und Infrastruktur, eine interessante Fläche. Ganz unabhängig vom Basketball könnte Hagen eine große Veranstaltungs-Location gut gebrauchen.

3 Was passiert, wenn die Bundesliga in einigen Jahren Hallenkapazitäten für 5000 Zuschauer verlangt?

Das wird voraussichtlich nicht passieren, zumindest nicht in den nächsten zwei, drei Jahren. Und wenn doch, dann wäre Bundesliga-Basketball in Hagen nicht mehr darstellbar. Die Enervie-Halle gehört mit einem Fassungsvermögen von 3100 Zuschauern zu den drei kleinsten Hallen in der Bundesliga. Aber bei einem Sprung auf 5000 würden noch sehr viele andere Clubs betroffen sein.

Mit Oliver Herkelmann
sprach Hubertus Heuel

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