Hagener Feuerwehr darf auf Modernisierungsschub hoffen

Zehn von rund 150 Einsatzfahrzeugen der Hagener Feuerwehr haben ihre Nutzungsdauer bereits überschritten.
Zehn von rund 150 Einsatzfahrzeugen der Hagener Feuerwehr haben ihre Nutzungsdauer bereits überschritten.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Die Genehmigung des städtischen Haushaltssanierungsplans durch die Kommunalaufsicht könnte den erwarteten Modernisierungsschub für den Gerätebestand der Hagener Feuerwehr bedeuten. Bis 2014, so hoffen Feuerwehrleitung und der Verband der Feuerwehr, wolle man den Brandschutzbedarfsplan zeitlich endlich wieder erfüllen.

Hagen.. Die Genehmigung des städtischen Haushaltssanierungsplans durch die Kommunalaufsicht könnte den erwarteten Modernisierungsschub für den Gerätebestand der Hagener Feuerwehr bedeuten. Bis 2014, so hoffen Feuerwehrleitung und der Verband der Feuerwehr, wolle man den Brandschutzbedarfsplan zeitlich endlich wieder erfüllen.

Der Punkt gehörte nicht zu den umfangreichsten bei der Jahresdienstbesprechung der Hagener Feuerwehr Anfang März in der Stadthalle. Besorgnis erregte er trotzdem. Das „Fahrzeugkonzept 95“ werde auf Grund der Haushaltslage nicht mehr umgesetzt. Der Fuhrpark der Feuerwehr drohe zu überaltern und immer höhere Reparaturen seien die Folge, trug der Vorsitzende des Hagener Feuerwehrverbandes, Ralf Blumenthal, vor.

Das Fahrzeugkonzept 95 wurde im Jahr 1995 gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr erstellt und skizziert sehr detailliert den zukünftigen Bedarf an Geräten in den einzelnen Löschgruppen. „Dort ist zum Beispiel dargestellt, welche Fahrzeuge zu welchen Zeitpunkten angeschafft werden sollten“, sagt Hagens Feuerwehr-Chef Heinz Jäger.

Ein politisches Werk

Das Fahrzeugkonzept 95 ist ein intern und aus Reihen der Feuerwehr erstelltes Papier und kein politisch verabschiedetes Werk. Es macht mögliche Neuanschaffungen auch abhängig von der Nutzungsdauer und den jeweiligen Abschreibefristen einzelner Fahrzeuge oder Geräte.

Der zum 1. Januar 2011 verabschiedete Brandschutzbedarfsplan hingegen ist ein politisch verabschiedetes Werk, aus dem sich der personelle und materielle Bedarf für die Gefahrenabwehr ergibt. Bedingt durch die unsichere Haushaltssituation der Stadt konnte der Brandschutzbedarfsplan schon im Jahr 2012 nicht mehr eingehalten werden. Zur Erinnerung: Der Hagener Haushalt 2012 wurde erst im Dezember vergangenen Jahres genehmigt. Und auch 2013 wird die strukturelle Schieflage der Stadt – trotz genehmigten Haushalts – bei etwa 100,8 Millionen Euro liegen.

Schafft das die nötige Luft, den Brandschutz in Hagen auf modernere Füße zu stellen? Oder zumindest auf die im Brandschutzbedarfsplan avisierten Erneuerungen? Klar ist: Von 150 Einsatzfahrzeugen haben zehn die einst festgelegte Nutzungsdauer, die im Schnitt rund 20 Jahre beträgt, bereits überschritten.

Zahl der neu benötigten Löschfahrzeuge noch unbekannt

Ein modernes Löschfahrzeug jener Kategorie, wie der laufende Brandschutzbedarfsplan in Hagen es vorsieht, kostet durchschnittlich etwa 350.000 Euro. Wie viele davon nun genau angeschafft werden können, darüber werden in den nächsten Tagen Gespräche zwischen der Feuerwehr und der Kämmerei geführt. „Von der Bestellung eines Fahrzeuges bis zu seiner Lieferung können etwa 14 Monate vergehen“, erklärt Feuerwehr-Chef Heinz Jäger.

Im nächsten Schritt sollen die Dringlichkeiten des Bedarfsplans für das Jahr 2012 nachgearbeitet werden. „Bis 2014 wollen wir wieder voll im Plan sein“, sagt Ralf Blumenthal, Leiter des Feuerwehrverbandes Hagen. Trotz lange wackeliger Haushaltslage im vergangenen Jahr konnte eine neue Drehleiter für den Standort Hohenlimburg per Ratsentscheid angeschafft werden. An der alten Drehleiter war die Hydraulikanlage über die Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

EURE FAVORITEN