Hagen wirbt in den Nachbarstädten

Dieses Plakat hängt unter anderem in Wuppertal. Foto: Sina Heilmann
Dieses Plakat hängt unter anderem in Wuppertal. Foto: Sina Heilmann
Foto: WNM

Hagen.. „Hagenial! Mehr als eine Stadt“, steht groß auf zahlreichen Werbetafeln in Hagen und den Nachbarstädten. Was aussieht wie das Abwerben von Bürgern entpuppt sich als groß angelegtes Schulprojekt.

Es ist ein Projekt der Firma Ströer das unter anderem bei Bürgern in Wuppertal und Gevelsberg für Verwirrung sorgen könnte. „Hagenial! Mehr als eine Stadt“, steht in großen Buchstaben auf zahlreichen Werbetafeln - und das nicht nur im Hagener Stadtgebiet. Auch in Nachbarstädten wird für die Volmestadt geworben. „Nein, die Bürger sollen nicht abgeworben werden“, versichert PR-Manager Stefan Karpenstein.

Bei der Aktion handelt es sich um ein Projekt in Kooperation mit der Kaufmannsschule II in Hagen. „Wir machen so etwas regelmäßig in ganz Deutschland“, erklärt Karpenstein. In den Projekten, die an Schulen und Unis durchgeführt werden, soll die Außenwirkung von Werbung erklärt und erarbeitet werden. Nach einer theoretischen Einführung erleben die Schüler auch praxisnah, wie Außenwerbung funktioniert.

Gewinnerplakate wurden auf 100 Werbetafeln gezeigt

Dazu werden stets zwei Auftraggeber mit an Bord geholt - in diesem Fall die Hagen-Agentur und die Firma Douglas - für die die Schüler Plakate und entsprechende Konzepte entwerfen. „Es läuft halt alles so ab, wie es auch in der Realität funktioniert“, sagt Karpenstein. „Die Auftraggeber entscheiden sich für den in ihren Augen besten Entwurf und dieses Plakat wird dann aufgehängt.“

Auf 100 Werbetafeln prangten daher die Gewinnerplakate der Schüler der Kaufmannsschule II. „Da es aber in Hagen alleine keine 100 freien Flächen gab, sind wir auf die Nachbarstädte ausgewichen,“ so Stefan Karpenstein. Städtekonkurrenz oder gar das Abwerben von Bürgern spielte dabei keine Rolle, versichert er. Kosten entstanden für die Kunden keine. Eine Werbedekade - das entspricht zehn Tagen - hingen die Plakate nun aus, jetzt müssen sie jedoch bereits wieder anderer Werbung weichen.

Parallel zur Plakatierung wurde auch eine Umfrage unter den Hagener Bürgern über die Wirkung der Plakate durchgeführt. Die Ergebnisse sollen am 30. Mai präsentiert werden.

 
 

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