Hagen mit neuer Fahrradkarte auf dem Radweg erkunden

Yvonne Hinz
Hagen soll für Radfahrer  attraktiver werden.
Hagen soll für Radfahrer attraktiver werden.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Eine neue Fahrradkarte soll den Hagenern wie auch Touristen das Radfahren schmackhaft machen. Denn eines ist klar: "Auch Hagen kann man wunderbar mit dem Fahrrad erkunden“, ist sich Gerhard Schießer, Geschäftsführer der Hagen-Agentur. Die Karte umfasst zehn Routen mit Anbindung an den Ruhrtalweg.

Hagen. Eins ist klar: Hagen ist keine Fahrradstadt wie Köln oder Mün­ster und wird es auch nie werden. Aber: „Auch Hagen kann man wunderbar mit dem Fahrrad erkunden“, ist sich Gerhard Schießer, Geschäftsführer der Hagen-Agentur, sicher. Um den Hagenern selbst, aber auch Touristen das „In-die-Pedale-treten“ schmackhaft zu machen, hat man nun eine Fahrradkarte mit zehn Routen in und um Hagen mit Anbindung an den Ruhrtalweg erstellt.

In Kooperation mit Partnern, die sich allesamt auskennen in puncto Radfahren, Tourenplanung sowie Sehenswertes auf oder in Nähe der Route ist ab sofort eine aktuelle Fahrradkarte in wetterfestem Material und mit ausführlichem Begleitheft zum Preis von 5,95 Euro erhältlich.

Unternehmerverein hatte die Idee

Geboren wurde die Idee, Hagen als Fahrradstadt attraktiver zu machen, beim Unternehmerverein Hagen. Das Thema wurde im Workshop „Natur und Wellness“ auf die Agenda gesetzt, „und nun haben wir tatsächlich etwas Anfassbares in den Händen“, so Dr. Andreas Lohmeyer, Vorsitzender des Unternehmervereins, stolz. Dem Verein sei wichtig, die Stärken der Stadt zu stärken anstatt ständig nur die Mängel zu beklagen. „Und Hagens Stärken sind nun mal der große Waldanteil und die reizvolle Landschaft“, so Lohmeyer.

Viel Grün – also eine Steilvorlage für Radfahrer? Jein, denn schließlich gibt es etliche Verbindungs­­lücken zwischen Straßenabschnitten, ferner Radwege, die im Nichts enden und „Katastrophen wie die Altenhagener Brücke“, weiß Karl-Heinz ­Kubas vom Rad-Sport-Club Hagen.

Touristischer Aspekt ist wichtig

Bislang hätten sich die Verantwortlichen nur stiefmütterlich mit der Frage beschäftigt, wie man mit dem Rad von A nach B kommt, „der touristische Aspekt sollte aber viel mehr in den Fokus gerückt werden“. Was seine „Kollegen“ Günter Dörnen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Hagen und Christoph Lottritz von der Ruhr Tourismus GmbH kopfnickend bestätigen.

Auch am Entwicklungsprozess der Karte beteiligt: Bernd Trimborn. „Es gibt bislang in Hagen keinen Fahrradverleih“, sagt der Betreiber von „Zweirad Trimborn, „dabei gehen etliche Anfragen ein. Zum Beispiel von Holländern, die gern mal hier in unserer bergigen Landschaft in die Pedale treten möchten, aber ihr eigenes Rad nicht mitbringen wollen.“ Der Geschäftsmann hat bereits reagiert: „Wir haben mittlerweile 25 Leihfahrräder und denken bereits ans Aufstocken“, so Bernd Trimborn.

Zehn Routen samt Begleitheft

Zehn Routen – eingeteilt in fünf Schwierigkeitsgrade beginnend bei Stufe 1 (leicht) bis Stufe 5 (sehr schwer) – sind auf der Karte markiert, zwei davon zeigen, wie der Radler vom Ruhrtalweg direkt in die Stadt gelangt. Im Begleitheft findet man Erklärungen zu den Routen sowie Infos über Sehenswürdigkeiten, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecken.

Übrigens: Am Samstag, 21. Juli, um 11 Uhr, lädt der Rad-Sport-Club Hagen zur 50-km-Tour von der Volme-Galerie zur Breckerfelder Mühle ein. „Die ,Linie 11’ ist eine tolle Tour“, schwärmt Kubas.