Hagen landet nur auf Platz 38 – von 42

Hagen.  Hagen zählt zu den fahrradunfreundlichsten Städten in Deutschland – so das Urteil des Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Clubs (ADFC) in einer bundesweiten Befragung. Die Volmestadt landete auf Platz 38 von 42 in der Kategorie der Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern.

Verwunderlich sei das schlechte Abschneiden nicht, so die ADFC-Ortsgruppe Hagen. Gerade bei der Frage „Förderung in der letzten Zeit“ gaben die Hagener Radfahrer die Note 5,0 ab. Auch die schlechte Abstellsituation für Fahrräder wurde mit der Note 4,79 bewertet. Da zeige sich, dass eine Radstation bzw. abschließbare Fahrradboxen am Hauptbahnhof, aber auch vernünftige Fahrradbügel an zentralen Plätzen fehlen würden.

In der Kategorie Erreichbarkeit des Stadtzentrums liegt Hagen bundesweit an viertletzter Position. Im vergangenen Jahr wurde in einer Testphase zwischen 19 Uhr und 9.30 Uhr die Fußgängerzone freigegeben. Dass derartige Maßnahmen dringend erforderlich seien, zeige die Umfrage deutlich.

Dass es Möglichkeiten für einen Ausbau der Ennepe-Route parallel zur B7, eine Radweg-Anbindung des Hengsteysees in Richtung Eckesey oder die Umfahrung des Vorhaller Kreisels gebe, habe der ADFC aufgezeigt. In anderen Städten des Ruhrgebietes werde viel finanziert durch das Land und den RVR. Da Hagen nichts beantragt habe, zahle man als Mitglied im RVR nur Beiträge.

Wie sieht aber der direkte Vergleich mit den Nachbargemeinden aus? Schwerte kommt immerhin auf eine Gesamtnote von 3,71 und Gevelsberg mit 3,99 noch knapp an einer Vier vorbei. Sogar das bergige Iserlohn liegt noch vor Hagen mit 4,10 und damit gleichauf mit Witten. Dortmund kommt auf eine 3,86.