Hagen ist dabei – Ruhrtal will die Regionale 2022 oder 2025

Ein Beispiel dafür, wie die Ruhr die Bewerber-Städte miteinander verbindet: Oben rechts der Hengsteysee. Dortmund, Herdecke und Hagen grenzen daran. Rechts Hengstey und Bathey, im linken Bereich die Stadt Herdecke.
Ein Beispiel dafür, wie die Ruhr die Bewerber-Städte miteinander verbindet: Oben rechts der Hengsteysee. Dortmund, Herdecke und Hagen grenzen daran. Rechts Hengstey und Bathey, im linken Bereich die Stadt Herdecke.
Foto: Hans Blossey
  • Sextett bewirbt sich um die Regionale 2022 oder 2025
  • Städte an den Ruhrseen und ihren Zuflüssen sind dabei
  • Große Chance fürs Freizeitrevier Hengsteysee

Hagen.. Die Städte Hagen, Bochum, Dortmund, Unna sowie der EN-Kreis und der Regionalverband Ruhr wollen sich um die Regionale 2022 oder 2025 bewerben. Entlang der Ruhrseen und ihrer Zuflüsse will das Bewerber-Sextett von der regionalen Strukturfördermaßnahme des Landes profitieren. Aber: Die Zeit drückt. Bewerbungsschluss ist am 9. Dezember dieses Jahres.

Wie funktioniert die Regionale? Im dreijährigen Rhythmus bietet das Land NRW den Kreisen und Städten die Möglichkeit, gemeinsame und zukunftsweisende Projekte an den Start zu bringen. Es existiert kein eigenes Projektbudget. Die Maßnahmen im Rahmen einer Regionale werden bevorzugt aus bestehenden Förderprogrammen gefördert. Wichtig dabei ist die kooperative Zusammenarbeit von Städten und Kreisen in einem definierten Raum und die Herausarbeitung regionaler Besonderheiten. Die aktuelle Regionale 2016 läuft im Westmünsterland. Bei der Regionale 2013 stand Südwestfalen im Fokus (Märkischer Kreis, Hochsauerlandkreis, sowie die Kreise Soest, Olpe und Siegen-Wittgenstein).

„Eines ist klar“, sagt Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der gemeinsam mit EN-Landrat Olaf Schade und RVR-Chefin Karola Geiß-Netthöfel, die Idee zur Regionale-Bewerbung geboren hat: „Es werden keine alten Ideen aus irgendwelchen Schubladen gezogen. Wir werden völlig neu denken.“ Die Diskussion um die Schaffung eines Freizeitreviers am Hengsteysee war laut Schulz entscheidend für diesen Prozess. Nur auf Hagen geblickt: Die Regionale soll endlich die Möglichkeit schaffen, das Gebiet um den Hengsteysee zu entwickeln.

Drei Handlungsfelder

Arbeit und Wirtschaft. Freizeit, Umwelt und Gesundheit. Soziales, Integration und Bildung. „Das sind die Handlungsfelder, auf die wir bei unserer Bewerbung intensiv blicken“, sagt Schulz. Der RVR soll nicht nur Ideengeber und räumliche Klammer sein, „sondern auch Support beim Projektmanagement geben“, so Schulz, der sich wünscht, dass dem bisherigen Bild des RVRs („Die tun nichts für Hagen“) entgegengewirkt wird. Im Fokus werden besonders die Flüsse und Ruhrseen in den genannten Städten sein. In Dortmund soll der Stadtteil Syburg und im Kreis Unna der Bereich in und um Fröndenberg integriert werden.

„Die Zeit bis zum 9. Dezember ist sehr ambitioniert, das wissen wir. Aber wir wollen es angehen. Jetzt gilt es, bis Dezember eine Beschreibung unseres gemeinsamen Raumes und unserer Projektideen zu den genannten Handlungsfeldern anzufertigen.“ Aktuell laufen noch Gespräche mit Dortmunds OB Ullrich Sierau und dem Landrat des Kreises Unna, Michael Makiolla, die dem Projekt in ersten Reaktionen aber positiv gegenüberstehen.

Zweimal vergeblich beworben

Hagen hatte sich in der Vergangenheit zweimal für die Regionale beworben, den Zuspruch aber nie erhalten. Zuletzt für 2013, da aber erhielt Südwestfalen den Zuschlag. Die Region Südwestfalen will sich nun wieder bewerben, erhält mit Hagen und der Ruhrtal-Region aber starke Konkurrenz.

Schulz dazu: „Ich hoffe, dass das Land auf die Qualität der Bewerbung schaut.“ Das Bewerber-Sextett bildet quasi einen der letzten bislang nicht für die Regionale berücksichtigten Flecken im Land, weswegen sich die Bewerber zusätzlich gute Chancen auf den Zuschlag erhoffen. Gestern präsentierte Schulz die Idee im Rat der Stadt Hagen.

 
 

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