Hagen bei Abrissquote weit hinten

Hagen..  Im Zuge unserer großen Serie „So wohnt Hagen“ war das Ganze ein großes Thema: Hagen hat sehr viele Leerstände, in Hagen müsste aber auch mehr Wohnraum vom Markt genommen – sprich: abgerissen – werden, um keine verödeten Viertel entstehen zu lassen. Diese Erkenntnis wird jetzt durch neue Zahlen des Statistischen Landesamts untermauert. Demnach liegt die so genannte Wohnungsabgangsquote in Hagen mit 4,5 weit unter dem Landesdurchschnitt von 6,6 und dem Schnitt im Regierungsbezirk Arnsberg mit 6,1.

Die Wohnungsabgangsquote ist ein rechnerischer Wert, um unterschiedlich große Kommunen miteinander vergleichen zu können: Gemeint ist die Anzahl der Wohnungen, die vom Markt verschwunden sind, pro 10 000 Wohnungen. Neben Abbrüchen von Gebäuden sind auch genehmigungspflichtige Nutzungsänderungen – etwa, wenn der Wohnraum zur Gewerbefläche wird – und Zusammenlegungen von Wohnungen mit inbegriffen. Außerdem fließen in die Statistik bauaufsichtliche Maßnahmen ein – etwa, wenn ein Haus wegen Einsturzgefahr geschlossen wird.

45 Wohnungen verschwunden

Ganz konkret sind in Hagen im vergangenen Jahr 45 Wohnungen vom Markt genommen worden – von insgesamt mehr als 100 000. Das ergibt die Abgangsquote von 4,5. Zum Vergleich: Hamm hat etwa eine Quote von 8,3, der Enneppe-Ruhr-Kreis von 5,9 und Dortmund von 5,6. Andere, mit ähnlichen Problemen wie Hagen kämpfende Städte, haben ebenfalls höhere Abgangsquoten. Gelsenkirchen kommt zum Beispiel auf einen Wert von 6,3, Duisburg sogar auf 11,3.

 
 

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