Hagen bald doch wieder „Stadt der Fernuniversität“

Gerd Behler (rechts) und Matthias Neuhaus vom Bauhof entfernen den Schriftzug von einem Ortschild. Bald wird er möglicgerweise wieder aufgebracht.
Gerd Behler (rechts) und Matthias Neuhaus vom Bauhof entfernen den Schriftzug von einem Ortschild. Bald wird er möglicgerweise wieder aufgebracht.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen.. Der Namenszusatz „Stadt der FernUniversität“, der derzeit von allen 95 Hagener Ortseingangstafeln entfernt wird, dürfte in absehbarer Zeit wieder auf die Schilder zurückkehren. Die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag hat einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach Namenszusätze auf Ortsschildern zukünftig auch in Nordrhein-Westfalen erlaubt sein sollen. SPD und Grüne haben bereits erklärt, das Vorhaben zu unterstützen.

Bislang gehört NRW zu den Bundesländern, in denen Kommunen keine Namenszusätze, z.B. Universitätsstadt, verwenden dürfen. In anderen Ländern wie Bayern und Hessen ist das dagegen teilweise seit Jahrzehnten möglich. Dort gestattet die jeweilige Gemeindeordnung Namenszusätze auf Antrag der Kommunen per Genehmigung durch das Innenministerium.

Noch in diesem Jahr

Das sieht der Gesetzentwurf der Union jetzt auch für NRW vor. Namenszusätze, die auf der geschichtlichen Vergangenheit, der Eigenart oder der Bedeutung einer Gemeinde beruhen, sollen zukünftig erlaubt werden.Hagens Oberbürgermeister Dehm nahm gestern für sich in Anspruch, die Gesetzesinitiative angestoßen zu haben: „Das unterstreicht, dass ich mit meiner Aktion, mit dem Zusatz Stadt der FernUniversität ein klares Bekenntnis zu dieser Einrichtung abzugeben, nicht ganz daneben gelegen habe.“

Da der Gesetzentwurf bereits in der nächsten Plenarsitzung des Landtages eingebracht werden soll, könnte die Regelung noch in diesem Jahr greifen.

 
 

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