Großbrand am Schlachthof in Wehringhausen - Werkstatt droht einzustürzen

Großbrand auf dem Schlachthof-Gelände in Hagen-Wehringhausen. Es besteht Einsturzgefahr.
Großbrand auf dem Schlachthof-Gelände in Hagen-Wehringhausen. Es besteht Einsturzgefahr.
Foto: WP
Großeinsatz für die Feuerwehr auf dem alten Schlachthof-Gelände in Hagen-Wehringhausen. Das Feuer brach im Dachstuhl einer Autowerkstatt aus. Eine Person in der Werkstatt ist schwer verletzt worden. Am Abend brachte ein Rettungshubschrauber den Mann in eine Spezialklinik nach Aachen.

Hagen-Wehringhausen.. Die Hagener Berufsfeuerwehr bekam am Freitagabend noch Unterstützung von den Kollegen aus Dortmund, die Löschschaum und eine Gelenkleiter nach Hagen brachten. Denn: Die in Brand geratene Werkstatt drohte einzustürzen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht.

Feuer im Dachstuhl einer Autowerkstatt

Wenige Minuten nach dem Großalarm am Nachmittag verdunkelte sich der Himmel über Wehringhausen, Haspe und Teilen des Tückings und des Zentrums. Starker Rauch stieg über dem alten Schlachthof-Gelände auf. In einer Autowerkstatt war ein Feuer ausgebrochen und hatte in kürzester Zeit den Dachstuhl in Brand gesetzt und für gefährliche Rauchentwicklung gesorgt. Drei Personen wurden verletzt. Zwei Personen aus der Werkstatt, einer davon schwer, und ein Polizist, der auf dem Gelände gestolpert war.

Rettungshubschrauber fliegt Schwerverletzten in Klinik

Der herbei gerufene Rettungshubschrauber aus Lünen kehrte zunächst wieder um, weil der Schwerverletzte aus der Werkstatt noch vor Ort reanimiert und anschließend ins Allgemeine Krankenhaus gebracht wurde. Stunden später, nachdem die Lage des Patienten stabiler geworden war, landete Christoph 8 wieder auf der Springe und flog den Schwerverletzten in eine Aachener Spezialklinik.

Eine alte Dame staunte mit offenem Mund, als sie gegen 15.40 Uhr in den Himmel schaute: „Das ist wie bei einem Bombenangriff.“ Der Himmel verdunkelte sich binnen weniger Minuten um die Brandstelle herum. Anwohner berichteten davon, kurz vor dem Brand eine laute Explosion gehört zu haben. An der Brandstelle war inoffiziell von einer Verpuffung die Rede.

Schaulustige mit Smartphones auf Bahngleisen

Während etliche Löschgruppen aus dem ganzen Stadtgebiet anrückten, überschritten viele Personen entlang der Bahntrasse über dem Gelände die Grenzen der Schaulustigkeit. Denn: Oberhalb des Schlachthofgeländes verläuft die Bahntrasse, an der unter anderem die S8 aus Mönchengladbach Richtung Hagen hält. Viele Schaulustige hielten sich nicht nur auf dem Bahnsteig auf, sondern kletterten viele Meter weiter sogar ins Gleisbett, um ihre Smartphones über den nur spärlich gesicherten Zaun zu halten.

Pendler saßen fest

Die S-Bahnlinie wurde daraufhin kurzerhand gesperrt. Zahlreiche Pendler, die entweder von Hagen ins Rheinland oder in die Gegenrichtung fahren wollten, saßen fest. Die Wehringhauser Straße, Hauptverbindungsachse vom Zentrum in den Hagener Westen, wurde später gesperrt. Der Verkehr Richtung City floss nur langsam über die Eugen-Richter - und die Lange Straße ab. Zum Zustand der Verletzten konnte die Feuerwehrleitstelle am frühen Abend keine Angaben machen. Auch die Brandursache ist noch unklar. Noch unbestätigt sind Gerüchte, dass es sich bei dem abgebrannten Gebäude um eine illegale Autowerkstatt handeln soll.

 
 

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