Granatenfund: Rad- und Fußweg gesperrt

Foto: WP
Bei der Vorbereitung auf die Erneuerung der Obergrabenbrücke in Wetter wurden Granaten am Grund der Ruhr gefunden. Deswegen wird ab Montag der Fuß- und Radweg unter der Brücke ab Seeplatz gesperrt.

Wetter..  Kein Risiko will die mit Abriss und Neubau der Obergrabenbrücke beauftragte Baufirma Züblin eingehen. Deswegen sucht ein GPS-Bagger von einem Ponton aus momentan den Grund der Ruhr nach möglichen Blindgängern ab – und ist auch schon fündig geworden: Mehrere Granaten konnte der Spezialbagger mit seiner Schaufel schon ertasten und die Bilddateien direkt an den angeschlossenen Computer liefern.

Die Granaten seien vom Kampfmittelräumdienst geborgen und zum Entschärfen abtransportiert worden, erklärte Michael Overmeyer als Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW. Weil weitere Granatenfunde nicht ausgeschlossen werden können, wird der unterhalb der Obergrabenbrücke verlaufende Rad- und Fußweg ab kommenden Montag, 8. Juni, gesperrt.

Nach Angaben der Stadtverwaltung soll die Sperrung bis zum Ende der Gesamtmaßnahme – also bis etwa Ende 2016 – andauern. Radfahrer werden vom Seeplatz aus über die Gustav-Vorsteher-Straße umgeleitet. Von dort fahren sie links in die Wilhelmstraße über die Bahnbrücke Richtung Friedrichstraße. Von hier werden sie erneut nach links zurück auf den Ruhrtal-Rad- und Wanderweg geleitet.

„Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht“, erklärte Michael Overmeyer, „aber man muss einfach verhindern, dass sich Neugierige dort versammeln.“ Bei den Granaten soll es sich um Kampfmittel aus dem 1. Weltkrieg handeln.

Ronald Heine, Projektleiter der Firma Züblin, hat sogar Kenntnis von „Aufzeichnungen über eine Bombe, die nach dem Krieg dort vermutet wurde, aber nicht gefunden worden ist.“Am Mittwoch waren zudem Polizeibeamte aus Wetter vor Ort, weil vom Grund des Flusses auch ein Tresor an Land gebracht wurde. „Es deutet einiges darauf hin, dass dieser Tresor bei einem Einbruch in eine Apotheke entwendet wurde“, erklärte Dietmar Trust. Pressesprecher der Kreispolizei. „Die Kollegen haben den Tresor in Empfang genommen. Die weiteren Ermittlungen, woher dieser Tresor nun tatsächlich stammt, sind angelaufen“, so Trust weiter.

Tauchereinsatz ist geplant

Auch der GPS-Bagger wird seine Arbeit fortsetzen und den Gewässergrund weiter absuchen, auf dem sich offenbar auch jede Menge Schrott sowie Reste der im Krieg schwer beschädigten Brücke befinden. Für die bevorstehenden Bauarbeiten müssen jedenfalls im Vorfeld alle möglichen Hindernisse ausgeräumt werden. Deswegen ist geplant, zusätzlich zu dem GPS-Bagger auch Taucher einzusetzen.

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