„Geschwindigkeit auf

Zwölf verletzte Personen und sechs kaputte Autos sind die Schreckensbilanz eines Unfalles auf der Verbandsstraße am Montagnachmittag.
Zwölf verletzte Personen und sechs kaputte Autos sind die Schreckensbilanz eines Unfalles auf der Verbandsstraße am Montagnachmittag.
Foto: WP

Berchum.. Der schwere Verkehrsunfall auf der Verbandsstraße am Montagnachmittag erregt in Berchum die Bürger. „Wir haben schon seit Jahren eine Geschwindigkeitsbegrenzung für diesen Streckenabschnitt auf 50 km / h gefordert“, sagte gestern Rolf Vespermann, einer der Sprecher der Berchumer Bürgerinitiative. „Insbesondere an Werktage, wenn die schweren Lastzüge über diesen Straßenzug donnern, ist es brandgefährlich, weil die Brummis immer wieder bei Rotlicht über die Ampelanlage rauschen. Das haben wir der Politik schon mehrfach mitgeteilt. Aber passiert ist bislang nichts.“

Rolf Vespermann weiter: „Wenn ein Lastwagen in diesen Unfall verwickelt gewesen wäre, hätte es Tote gegeben.“

Das war nicht der Fall. Schlimm genug war es dennoch, was sich am Montag ereignete.

Was war passiert?

Gegen 15.15 Uhr bog eine 43-jährige Volkswagen-Fahrerin von der Verbandsstraße nach links in die Straße „Linnufer“. Dabei prallte sie mit einem aus Hohenlimburg kommenden Audi zusammen.

Dessen 41-jähriger Fahrer konnte nach eigenen Angaben den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

Sein Fahrzeug schleuderte anschließend gegen den Peugeot einer 40-jährigen Frau. Diese war ebenfalls auf der Verbandsstraße in Richtung Hohenlimburg unterwegs und rollte langsam auf die für sie „rot“ zeigende Ampel zu.

Der Zusammenprall war dabei noch immer so stark, dass der Audi anschließend eine leichte Böschung hinunterrollte, einen Metallzaun durchbrach und auf einem Firmengelände stehen blieb.

Auch der Peugeot schleuderte herum, prallte noch gegen eine Grundstücksmauer und kam dann entgegengesetzt zur ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stehen.

Der Audi-Fahrer und dessen fünfjährige Tochter wurden vom Notarzt und den Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht und mussten die Nacht zum Dienstag dort zur Beobachtung bleiben.

Mehr Glück hatten die Fahrerinnen der beiden anderen Autos. Ebenso wie die elf und zehn Jahre alten Beifahrer konnten sie nach ambulanter medizinischer Versorgung im Krankenhaus wieder den Heimweg antreten.

Sicherheitsgurte retten

„Die Sicherheitsgurte und die Airbags haben gute Dienste geleistet und Schlimmeres verhindert“, so die Polizei gestern.

Alle drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, die mit zahlreichen Fahrzeugen zum Einsatzort ausgerückt war, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab.

Der Gesamtschaden liegt bei etwa 15 000 Euro.

Während der ärztlichen Versorgung der Verletzten und der Unfallaufnahme kam es auf der Verbandsstraße in beiden Fahrtrichtungen zu leichten Verkehrshinderungen.

 
 

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